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Videokonferenz der Ministerinnen und Minister für Auswärtige Angelegenheiten (Entwicklung), 8. April 2020
Main results
Bei dieser weltweiten Pandemie ist internationale Solidarität mehr als bloß eine Frage der Treue zu unseren Werten. Internationale Solidarität bedeutet auch, dass wir den Kampf gegen das Virus gemeinsam gewinnen müssen. Solange wir das Virus nicht überall besiegt haben, ist es nicht besiegt. Einer weltweiten Pandemie kann nur weltweit begegnet werden, durch gemeinsames, zügiges und entschiedenes Handeln, wie wir es heute vorstellen.
Josep Borrell, Hoher Vertreter der EU für Außen- und Sicherheitspolitik
Die EU-Entwicklungsministerinnen und ‑minister veranstalteten eine informelle Tagung im Wege einer Videokonferenz zur Erörterung der weltweiten Auswirkungen der COVID-19-Pandemie ab und gaben den Startschuss für ein „Team-Europe“-Paket zur Unterstützung der Partnerländer im Kampf gegen die Pandemie und ihre Folgen, mit finanzieller Unterstützung in Höhe von insgesamt über 20 Mrd. € aus den für das auswärtige Handeln der EU zur Verfügung stehenden Mitteln.
Das Paket dient der Unterstützung für die am stärksten gefährdeten Länder – insbesondere in Afrika, in der Nachbarschaft der EU, aber auch für Länder in Asien und im Pazifik sowie in Lateinamerika und der Karibik. Im Zentrum stehen besonders schutzbedürftige Personengruppen wie Kinder, Frauen, ältere Menschen, Menschen mit Behinderung, Migrantinnen und Migranten, Flüchtlinge, Binnenvertriebene sowie die jeweiligen Aufnahmegemeinschaften.
Im „Team-Europe“-Ansatz werden von der EU, von ihren Mitgliedstaaten und von Finanzinstitutionen – insbesondere von der Europäischen Investitionsbank und der Europäischen Bank für Wiederaufbau und Entwicklung – stammende Mittel gebündelt; so können mehr als 20 Mrd. € zur Verfügung gestellt werden. Die Prioritäten:
Reaktion auf die unmittelbare Gesundheitskrise und den sich daraus ergebenden humanitären Bedarf,
Stärkung der Gesundheitssysteme und der Systeme zur Wasser- und Sanitärversorgung sowie der Kapazitäten der Partnerländer und ihrer Bereitschaft, der Pandemie zu begegnen,
Abfederung der unmittelbaren sozialen und wirtschaftlichen Folgen.
Die Ministerinnen und Minister betonten außerdem, dass die Arbeit in Partnerschaft mit den Vereinten Nationen, den internationalen Finanzinstitutionen sowie mit den G7 und den G20 fortgesetzt werden soll.
Die Medienakkreditierung für internationale Gipfeltreffen, die außerhalb der Europäischen Union stattfinden, wird von den Regierungsbehörden des Gastgeberlandes gehandhabt.