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Guatemala

Die Partnerschaft zwischen der EU und Guatemala beruht auf politischem Dialog, Zusammenarbeit und Handel. Die EU unterstützt die Bemühungen Guatemalas um die Stärkung der Demokratie, den Schutz der Menschenrechte und die Förderung von nachhaltiger Entwicklung und Wohlstand.

Politische Beziehungen und Menschenrechte

Die EU und Guatemala unterhalten eine langjährige Partnerschaft, die sich auf das Assoziierungsabkommen zwischen der EU und Zentralamerika und eine im Februar 2024 unterzeichnete bilaterale Vereinbarung stützt.

Das Assoziierungsabkommen stärkt und festigt die Beziehungen zwischen der EU und den sechs Ländern Zentralamerikas (Costa Rica, El Salvador, Guatemala, Honduras, Nicaragua und Panama). Es umfasst die drei Säulen politischer Dialog, Zusammenarbeit und Handel.

Die handelspolitische Säule wird bereits seit 2013 vorläufig angewandt; das Abkommen als Ganzes ist im Mai 2024 in Kraft getreten.

Unterstützung der Demokratie

Die EU setzt sich weiterhin für die Förderung der Demokratie und der Menschenrechte in dem Land ein.

Auf Einladung des Obersten Wahlgerichts Guatemalas entsandte die EU eine Wahlbeobachtungsmission (EU EOM) zur Überwachung der Präsidentschafts- und Parlamentswahlen vom Juni und August 2023 – ein Zeichen ihres starken Engagements für die Unterstützung von Demokratie und Rechtsstaatlichkeit sowie inklusiven und transparenten Wahlen.

Im Jahr 2024 nahm die EU einen speziellen Rahmen für Sanktionen angesichts der Lage in Guatemala an, um den demokratischen Übergang und den mit der Wahl einer demokratischen Regierung erklärten Willen des guatemaltekischen Volkes zu unterstützen.

Die Sanktionen richten sich gegen Personen und Organisationen, die für die Untergrabung der Demokratie und der Rechtsstaatlichkeit oder die Behinderung des demokratischen Übergangs nach den Präsidentschafts- und Parlamentswahlen 2023 verantwortlich sind. Für die Betroffenen gelten Reiseverbote, und ihre Vermögenswerte werden eingefroren. Darüber hinaus dürfen Personen und Einrichtungen in der EU den mit Sanktionen belegten Personen und Organisationen keine finanziellen Mittel zur Verfügung stellen.

Die Sanktionen wurden seit 2024 jährlich verlängert, zuletzt bis zum 13. Januar 2027.

Sicherheit und Bekämpfung organisierter Kriminalität

Im Rahmen der regionalen Zusammenarbeit mit Partnern aus Lateinamerika und der Karibik (LAK) arbeiten die EU und Guatemala in Sicherheitsfragen und bei der Bekämpfung der organisierten Kriminalität bereits sehr eng zusammen. So investiert die EU beispielsweise im Rahmen des EU-CELAC-Mechanismus zur Koordinierung und Zusammenarbeit im Bereich der Drogenbekämpfung in die Stärkung der Fähigkeit der LAK-Staaten, Drogenkonsum und Drogenhandel zu bekämpfen.

Guatemala beteiligt sich auch aktiv an mehreren von der EU unterstützten Programmen:

  • EL PAcCTO: gemeinsames Vorgehen gegen die größten Bedrohungen in Verbindung mit grenzüberschreitender organisierter Kriminalität
  • COPOLAD: Anstrengungen zur Stärkung der nationalen Drogenbeobachtungsstellen und zur Förderung einer evidenzbasierten Drogenpolitik
  • regionale Sicherheitsprogramme im Rahmen von EUROFRONT: Anstrengungen zur Verbesserung der Grenzsicherheit in Guatemala.

Darüber hinaus haben die EU und 18 LAK-Staaten, darunter Guatemala, auf dem Gipfeltreffen EU-CELAC vom November 2025 die Allianz EU-LAK für die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger ins Leben gerufen. Ziel ist es, biregionale Bemühungen zur Bewältigung gemeinsamer Herausforderungen im Bereich der Bürgersicherheit zu verstärken.

Entwicklung

Guatemala und die EU arbeiten zusammen, um nachhaltiges Wachstum, sozialen Zusammenhalt und regionale Integration zu fördern.

Die EU hat für den Zeitraum 2021-2027 bilaterale Finanzhilfen in Höhe von 193 Mio. € für die Zusammenarbeit mit Guatemala bereitgestellt, ergänzt durch Programme und Mischfinanzierungen im Rahmen von Global Gateway.

Zu den Prioritäten gehören

  • die Förderung des grünen Wandels,
  • die Förderung von Innovation, Digitalisierung und der Schaffung von Arbeitsplätzen,
  • Nahrungsmittel- und Ernährungssicherheit.
Drei auf Metallmasten montierte Solarpaneele auf hellblauem Hintergrund mit abstrakten kreisförmigen und dreieckigen Formen.
Global Gateway

Global Gateway

Handel und Investitionen

Guatemala ist mit rund 19 Millionen Einwohnern die größte Volkswirtschaft Mittelamerikas. Die EU ist ein wichtiger Verbündeter für Wirtschaft und Entwicklung und zählt zu Guatemalas wichtigsten Handels- und Investitionspartnern.

Seit die handelspolitische Säule des Assoziierungsabkommens, das die EU und Zentralamerika 2013 geschlossen haben, angewandt wird, hat der bilaterale Handel erheblich zugenommen und sich durch besseren Marktzugang und mehr Diversifizierung in den letzten Jahren mehr als verdoppelt.

Multilateralismus und Völkerrecht

Die EU und Guatemala verteidigen gemeinsame Werte und Grundsätze und setzen sich gemeinsam nachdrücklich für einen wirksamen Multilateralismus und den Vorrang der territorialen Unversehrtheit und des Völkerrechts ein.

In diesem Zusammenhang hat Guatemala konsequente Unterstützung für einen gerechten und dauerhaften Frieden in der Ukraine angeboten und die groß angelegte Invasion Russlands entschieden verurteilt.

Darüber hinaus unterstützen die EU und Guatemala nachdrücklich eine Reform der Vereinten Nationen, die die Organisation in die Lage versetzt, wirksam auf die Herausforderungen des 21. Jahrhunderts zu reagieren.

Siehe auch

Eine Illustrierte Weltkarte. Lateinamerika und die Karibik sind grün hervorgehoben, das Gebiet der EU erscheint in Blau. In der unteren linken Ecke befindet sich das CELAC-Logo und in der oberen rechten Ecke die EU-Flagge.
Beziehungen EU-CELAC: Fakten und Zahlen

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Schutz und Förderung der Menschenrechte

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Warum verhängt die EU Sanktionen?

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Letzte Überprüfung: 31. Juli 2026