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Vereinigtes Königreich

Die EU und das Vereinigte Königreich sind strategische Partner, die gemeinsame Werte teilen und bestrebt sind, ihre Zusammenarbeit in Bereichen von gemeinsamem Interesse zu verstärken, um den Bedürfnissen ihrer Bürgerinnen und Bürger gerecht zu werden.

Eine strategische Partnerschaft

Das Vereinigte Königreich hat die EU am 31. Januar 2020 nach 47 Jahren Mitgliedschaft verlassen.

Während die Beziehungen zwischen der EU und dem Vereinigten Königreich bereits durch eine Reihe umfassender Abkommen geregelt werden, haben die EU und das Vereinigte Königreich am 19. Mai 2025, fünf Jahre nach dem Austritt des Vereinigten Königreichs, auf dem ersten Gipfeltreffen zwischen der EU und dem Vereinigten Königreich eine strategische Partnerschaft vereinbart. Dabei geht es um ein künftiges gemeinsames Vorgehen bei globalen Fragen und die Vertiefung der Zusammenarbeit in zahlreichen bilateralen Dossiers, zum Nutzen der Bürgerinnen und Bürger und im beiderseitigen Interesse.

Beide Seiten haben ferner erneut bekräftigt, dass der Partnerschaft das Austrittsabkommen zwischen der EU und dem Vereinigten Königreich, einschließlich des Windsor-Rahmens, und das Abkommen über Handel und Zusammenarbeit zugrunde liegen. Diese Abkommen sind nach wie vor die Eckpfeiler, und beide Seiten werden für ihre vollständige, rechtzeitige und getreue Umsetzung Sorge tragen.

Im Anschluss an das Gipfeltreffen, das der Stabilisierung der Beziehungen diente, verpflichteten sich die Europäische Kommission und das Vereinigte Königreich zur Arbeit an künftigen Abkommen, unter anderem über Energie, Vorschriften für den Agrar- und Lebensmittelsektor, Klima, Kontakte zwischen den Menschen, Migration und Strafverfolgung.

Präsident Costa sitzt neben Präsidentin von der Leyen und Premierminister Starmer. Die Flaggen der EU und des Vereinigten Königreichs im Hintergrund.
Die Führungsspitzen der EU und des Vereinigten Königreichs auf dem Gipfeltreffen am 19. Mai 2025

Sicherheit und Verteidigung

Das Vereinigte Königreich und die EU tragen eine gemeinsame Verantwortung für die Sicherheit Europas, und ihre jeweiligen sicherheitspolitischen Herausforderungen und Interessen sind eng miteinander verknüpft.

Auf dem Gipfeltreffen vom 19. Mai 2025 einigten sich beide Seiten auf eine Sicherheits- und Verteidigungspartnerschaft, die einen Rahmen für die Zusammenarbeit in einer Vielzahl von Bereichen bilden soll, unter anderem folgenden:

  • regionale Sicherheitsfragen
  • Friedenskonsolidierung und Krisenbewältigung, einschließlich der Mitwirkung und der möglichen Beteiligung des Vereinigten Königreichs an Operationen im Rahmen der Gemeinsamen Sicherheits- und Verteidigungspolitik (GSVP) der EU
  • maritime Sicherheit
  • Initiativen, Strategien und Instrumente
  • Weltraumsicherheit
  • Fragen des Cyberraums
  • hybride Bedrohungen und Resilienz kritischer Infrastruktur
  • Informationsmanipulation und Einflussnahme aus dem Ausland
  • Nichtverbreitung, Abrüstung und konventionelle Waffen
  • Aufbau von Kapazitäten für Partner
  • allgemeine und berufliche Bildung
  • Zusammenarbeit in Drittländern und multilateralen Foren

Mit Blick auf die Annahme des Finanzierungsinstruments SAFE (Sicherheitsmaßnahmen für Europa) haben das Vereinigte Königreich und die Europäische Kommission zugesagt, rasch die Möglichkeiten für eine weitere Zusammenarbeit zu erforschen.

Für das Vereinigte Königreich und die EU-Mitgliedstaaten, die NATO-Verbündete sind, ist die NATO nach wie vor der Eckpfeiler der kollektiven Verteidigung.

Globale Prioritäten

Die EU und das Vereinigte Königreich sind gleichgesinnte Partner, die gemeinsame Werte teilen, den Multilateralismus und eine regelbasierte internationale Ordnung unterstützen sowie Stabilität und Wohlstand weltweit fördern.

Auf dem Gipfeltreffen vom 19. Mai 2025 haben die Führungsspitzen der EU und des Vereinigten Königreichs eine gemeinsame Erklärung mit mehreren globalen Prioritäten verabschiedet, darunter:

  • eine vollständige, bedingungslose Waffenruhe und zielführende Gespräche im Hinblick auf einen echten Frieden, damit der Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine beendet und ein umfassender, gerechter und dauerhafter Frieden wiederhergestellt wird;
  • eine sofortige und dauerhafte Waffenruhe im Gazastreifen, die Freilassung aller Geiseln und der ungehinderte Fluss humanitärer Hilfe nach Gaza;
  • Iran/Syrien.

Die Führungsspitzen bekräftigten ferner, wie wichtig die Aufrechterhaltung eines freien, nachhaltigen, gerechten und offenen Handels ist, bekundeten erneut ihr Engagement für den Westbalkan und begrüßten die Einigung zwischen Indien und Pakistan über die Einstellung der Feindseligkeiten.

Siehe auch

Das Austrittsabkommen zwischen der EU und dem Vereinigten Königreich

Das Austrittsabkommen zwischen der EU und dem Vereinigten Königreich

Abbildung von gestapelten Containern, auf deren Seiten jeweils die Flagge des Vereinigten Königreichs oder die Flagge der EU projiziert ist. Darüber schweben Währungssymbole und Symbole mit Bezug zum Handel.
Vereinbarungen für die Zeit nach dem Brexit

Vereinbarungen für die Zeit nach dem Brexit

Der Windsor-Rahmen im Detail

Der Windsor-Rahmen im Detail

Letzte Überprüfung: 28. Mai 2025