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Rat „Bildung, Jugend, Kultur und Sport“ (Kultur und Sport), 26. November 2024
Wichtigste Ergebnisse
Sport
Nachhaltiges Vermächtnis von Sportgroßveranstaltungen
Der Rat hat Schlussfolgerungen zur Förderung des nachhaltigen Vermächtnisses von Sportgroßveranstaltungen gebilligt. Im Mittelpunkt steht dabei das Potenzial von Sportgroßveranstaltungen, das Leben und das Wohlergehen der EU-Bürgerinnen und -Bürger langfristig zu verbessern und somit ein nachhaltiges Vermächtnis zu hinterlassen.
Sportgroßveranstaltungen können dauerhafte Verbesserungen mit sich bringen, von einer erneuerten Infrastruktur zu mehr Bewusstsein für eine gesunde Lebensweise; doch braucht es dafür ein langfristiges Engagement. In den heutigen Schlussfolgerungen wird ein strategischer Ansatz gefordert, um das nachhaltige Vermächtnis von Sportgroßveranstaltungen in Europa zu maximieren und aufrechtzuerhalten.
Ádám Schmidt, ungarischer Staatsminister für Sport
In den Schlussfolgerungen ist der Rat bestrebt, die wirtschaftliche, soziale und ökologische Nachhaltigkeit in den Mittelpunkt der Überlegungen über die Vor- und Nachteile der Ausrichtung von Sportgroßveranstaltungen zu stellen.
Besonders hervorgehoben werden Vorteile wie die Modernisierung der Infrastruktur und die Schaffung von Arbeitsplätzen. Die Mitgliedstaaten werden aufgefordert, Sportgroßveranstaltungen als Gelegenheit zu nutzen, Sport und körperliche Betätigung in der gesamten Bevölkerung zu fördern, auch unter jungen Menschen und Menschen aus benachteiligten Verhältnissen.
Herausgestellt wird auch das ökologische Vermächtnis von Sportgroßveranstaltungen, die im Einklang mit bewährten umweltgerechten Verfahren organisiert werden.
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Die Ministerinnen und Minister führten eine Orientierungsaussprache über die wichtigsten Merkmale eines europäischen Sportmodells und konzentrierten sich dabei auf diejenigen Aspekte, die die Werte der EU im Sport wahren und fördern könnten.
Im Mittelpunkt der Debatte standen die Merkmale, die weiter gestärkt werden sollten, um die Werte des Sports in Europa zu wahren, und die Rolle, die der EU-Arbeitsplan für den Sport 2024-2027 in dieser Hinsicht spielen könnte. Erörtert wurde auch, wie die Verbindung zwischen Profisport und Breitensport gestärkt werden könnte.
Besonders herausgestellt wurde die Rolle des Sports als „soziale Immunabwehr“, d. h. als eine Form der Abwehr sozialer Probleme.
An der Tagung nahm der Präsident der UEFA Aleksander Čeferin teil.
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Die Rolle der Bibliotheken bei der Entwicklung der Medienkompetenz
Die Ministerinnen und Minister führten eine Orientierungsaussprache über die Rolle der Bibliotheken bei der Entwicklung der Medienkompetenz.
Bibliotheken leisten einen wichtigen Beitrag zur Entwicklung von Medienkompetenz, die in einer zunehmend von Digitalisierung und Informationsüberfluss geprägten Welt dringend nötig ist. Wenn es darum geht, dieses Potenzial voll auszuschöpfen, stehen sie jedoch vor mehreren zentralen Herausforderungen. Unserer Auffassung nach sind es vor allem drei, die angegangen werden müssen: die Rolle der Bibliotheken beim Schließen von Lücken in der Medienkompetenzvermittlung, die Infrastruktur und Finanzierung von Bibliotheken sowie die Kompetenzentwicklung von Bibliothekarinnen und Bibliothekaren.
Veronika Varga-Bajusz, ungarische Staatssekretärin für Hochschulbildung, Berufs- und Erwachsenenbildung und Jugend
Bei seinen Beratungen konzentrierte sich der Rat auf die Bedeutung der Bibliotheken für die Förderung von Medienkompetenz und kritischen Lesefähigkeiten, die Ressourcen, die erforderlich sind, um hochwertige Dienstleistungen anzubieten, und die Kompetenzen, die Bibliothekarinnen und Bibliothekare brauchen.
Der Rat billigte Schlussfolgerungen zur Verbesserung und Förderung des Zugangs zur Kultur, in denen anerkannt wird, wie wichtig kulturelle Teilhabe für die Gesundheit und das Wohlbefinden des Einzelnen, den territorialen und gesellschaftlichen Zusammenhalt und die Stärkung der Demokratie ist.
Die Mitgliedstaaten werden aufgefordert, den freien und gleichberechtigten Zugang zur Kultur auf allen Ebenen zu schützen und zu fördern, auch durch die Ausarbeitung von Plänen für kulturelle Rechte. Die Kommission wird aufgefordert, Kultur in ihre übergeordneten politischen Ziele einzubetten.
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Die folgenden Punkte wurden unter „Sonstiges“ behandelt:
Arbeitsprogramm des künftigen Vorsitzes (Informationen Polens)
Unterstützung von Zusammenarbeit und Engagement im Kultur- und Kreativsektor auf EU-Ebene (Informationen aus Bulgarien, Deutschland, Estland, Frankreich, Finnland, Griechenland, Irland, Lettland, Litauen, Österreich, der Slowakei, Slowenien, Spanien, Tschechien und Zypern)
EU-MED-Konferenz über kulturelle Rechte in Krisenzeiten und EU-MED-Erklärung zu kulturellen Rechten (Nikosia, 16. September 2024) (Informationen Zyperns)
Lublin – Kulturhauptstadt Europas 2029 (Informationen Polens)
Politik der Mitgliedstaaten zur Förderung der kulturellen Vielfalt im digitalen Binnenmarkt (Informationen Frankreichs, Griechenlands, Italiens und Spaniens, unterstützt von Deutschland)
Kulturhauptstädte Europas 2025: Chemnitz und Nova Gorica (Informationen aus Deutschland und Slowenien)
Stärkung und strukturelle Unterstützung unabhängiger europäischer Medienangebote und -plattformen (Informationen Deutschlands und Frankreichs)
Ergebnisse der G7-Ministertagung zur Kultur (Neapel, 19.-21. September 2024) (Informationen Italiens)
Wiedereröffnung der Kathedrale Notre-Dame (Informationen Frankreichs)
Informelles Mittagessen
Bei einem informellen Mittagessen sprachen die Ministerinnen und Minister unter dem Vorsitz von Staatssekretärin Veronika Varga-Bajusz über die Zukunft der Kulturpolitik und der Kultur im neuen EU-Programmzeitraum.
Die Medienakkreditierung für internationale Gipfeltreffen, die außerhalb der Europäischen Union stattfinden, wird von den Regierungsbehörden des Gastgeberlandes gehandhabt.