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Rat „Bildung, Jugend, Kultur und Sport“ (Bildung und Jugend), 25. November 2024
Wichtigste Ergebnisse
Jugend
Glokale Chancen für junge Menschen in ländlichen und abgelegenen Gebieten
Der Rat billigte Schlussfolgerungen zu mehr Unterstützung für junge Menschen in ländlichen und abgelegenen Gebieten – insbesondere durch besseren Zugang zu „glokalen“ Chancen bei Bildung und Beschäftigung – zur Bekämpfung demografischer Herausforderungen in Europa. „Glokal“ bedeutet in diesem Zusammenhang die Fähigkeit, global zu denken und lokal zu handeln.
Alle jungen Menschen in Europa sollten gleichermaßen Zugang zu qualitativ hochwertigen Bildungs-, Ausbildungs- und Beschäftigungsmöglichkeiten haben – junge Menschen in ländlichen und abgelegenen Gebieten haben hier jedoch oft Nachteile. In den heutigen Schlussfolgerungen werden die Herausforderungen für junge Menschen im ländlichen Raum hervorgehoben und die Mitgliedstaaten und die Kommission aufgefordert, „glokale“ Chancen für junge Menschen zu fördern, um sicherzustellen, dass sie in ihrer Region die gleichen Möglichkeiten haben.
Balázs Hankó, ungarischer Minister für Kultur und Innovation
Die Ministerinnen und Minister führten eine Orientierungsaussprache über die sich wandelnden demografischen Entwicklungen, die Chancen für junge Menschen im ländlichen Raum schaffen. Schwerpunkt der Aussprache lag auf den Auswirkungen einer alternden Bevölkerung auf den Arbeitskräftemangel, die Wettbewerbsfähigkeit und Wiederstandsfähigkeit sowie auf den territorialen, wirtschaftlichen und sozialen Zusammenhalt.
Die Beiträge der Ministerinnen und Minister konzentrierten sich auf drei Bereiche: die demografischen Entwicklungen, von denen junge Menschen in ländlichen und abgelegenen Gebieten am stärksten betroffen sind, Möglichkeiten, junge Menschen zu befähigen, sich in ihrer Region zu entfalten, und bewährte Verfahren auf allen Ebenen, um regionalen Ungleichheiten abzumildern und dem Bevölkerungsschwund im ländlichen Raum entgegenzuwirken.
Es wurden verschiedene Maßnahmen vorgeschlagen, um junge Menschen zu ermutigen, in ländlichen Gebieten zu bleiben: ein besserer Zugang zu wichtigen Dienstleistungen, wie etwa Bildung, erschwinglichem Wohnraum, öffentlichen Verkehrsmitteln und einer zuverlässigen Breitbandverbindung, sowie die Förderung von Jugendorganisationen, die junge Menschen dazu motivieren, eine aktive Rolle in ihrer Gemeinschaft zu übernehmen.
Zehnter Konsultationszyklus im Rahmen des EU-Jugenddialogs
Der Rat billigte eine Entschließung zu den Ergebnissen des zehnten Konsultationszyklus im Rahmen des EU-Jugenddialogs, der von Mitte 2023 bis Ende 2024 läuft. Die Entschließung umfasst die Ergebnisse des Konsultationszyklus und die Empfehlungen aus der EU-Jugendkonferenz, die vom 7. bis 10. September 2024 in Budapest stattfand.
Der Rat billigte eine Entschließung zum EU-Jugendstrategie-Arbeitsplan, der die wichtigsten Prioritäten und Maßnahmen für den Zeitraum von 2025 bis 2027 enthält. Der Schwerpunkt liegt auf den Europäischen Jugendzielen, die vom künftigen Dreiervorsitz erörtert werden.
Die folgenden Punkte wurden unter „Sonstiges“ behandelt:
Ergebnis der Beratungen im Rahmen des informellen Frühstückstreffens des EU-Jugenddialogs (Informationen des Vorsitzes)
Arbeitsprogramm des künftigen Vorsitzes (Informationen Polens)
Informelles Frühstückstreffen
Im Rahmen des EU-Jugenddialogs fand ein informelles Frühstückstreffen zur Bedeutung von Gemeinschaften und der intergenerationalen Solidarität statt.
Bildung
Attraktive und nachhaltige Laufbahnen in der Hochschulbildung
Der Rat nahm eine Empfehlung zur Unterstützung von EU-Ländern an, um Laufbahnen in der Hochschulbildung attraktiver und nachhaltiger zu gestalten.
In der Empfehlung wird betont, wie wichtig es ist, die Vielfalt akademischer Laufbahnen zu berücksichtigen und sowohl die Lehre als auch die Forschung zu würdigen.
Außerdem sind in der Empfehlung Maßnahmen zum Anreiz für Hochschulfachkräfte enthalten, an einem breiteren Spektrum von Aktivitäten in Bezug auf ihre berufliche Laufbahn teilzunehmen, einschließlich grenzüberschreitender Bildungsmöglichkeiten.
In den europäischen Hochschuleinrichtungen wachsen zukünftige Generationen heran und entwickeln sich zu hochqualifizierten Arbeitskräften, die für unsere Wirtschaft von entscheidender Bedeutung sind. In der heutigen Empfehlung wird betont, wie wichtig es ist, die Lehre gleichwertig mit der Forschung zu würdigen. Außerdem wird zu mehr Anerkennung der ganzen Bandbreite akademischer Laufbahnen und Aktivitäten für akademisches Personal und Fachkräfte aufgerufen.
Balázs Hankó, ungarischer Minister für Kultur und Innovation
Zukunftssichere Kompetenzen und Wettbewerbsfähigkeit durch Hochschulbildung fördern
Die Ministerinnen und Minister führten eine Orientierungsaussprache über die Förderung von zukunftssicheren Kompetenzen und Wettbewerbsfähigkeit durch Hochschulbildung. Während der Aussprache, die sich auf die Empfehlungen im Draghi-Bericht stützte, wurde die Notwendigkeit erörtert, auf die Anforderungen des Arbeitsmarktes zu reagieren, indem auf Kompetenzdefizite eingegangen wird.
Die Ministerrunde erörterte insbesondere den Nutzen der Förderung von zukunftssicheren Kompetenzen und Wettbewerbsfähigkeit durch grenzüberschreitende Zusammenarbeit, wie etwa durch den geplanten europäischen Hochschulabschluss. Sie betonte zudem die Vorteile der Investition in Hochschuleinrichtungen als Motoren für die Wettbewerbsfähigkeit der EU. Unter anderem hoben die Ministerinnen und Minister die Bedeutung von digitalen Kompetenzen und Bildung im Bereich Nachhaltigkeit sowie von auf die Anforderungen des Arbeitsmarktes abgestimmten Studiengängen hervor.
Strategische Partnerschaften auf dem Gebiet der allgemeinen und beruflichen Bildung
Der Rat billigte Schlussfolgerungen zu strategischen Partnerschaften auf dem Gebiet der allgemeinen und beruflichen Bildung. In den Schlussfolgerungen werden die Vorteile strategischer Partnerschaften für die Wettbewerbsfähigkeit Europas hervorgehoben, und die Mitgliedstaaten werden aufgerufen, solche Partnerschaften auf transnationaler, nationaler, regionaler und lokaler Ebene zu fördern.
In seinen Schlussfolgerungen fordert der Rat die Kommission ferner auf, den Aufbau und die Umsetzung strategischer Partnerschaften und der transnationalen Zusammenarbeit auf dem Gebiet der allgemeinen und beruflichen Bildung zu unterstützen, indem sie Leitlinien bereitstellt und Finanzierungsmöglichkeiten bestimmt.
Die folgenden Punkte wurden unter „Sonstiges“ behandelt:
Arbeitsprogramm des künftigen Vorsitzes (Informationen Polens)
MED9-Ministergipfel für Bildung für nachhaltige Entwicklung und den grünen Wandel im Mittelmeerraum (Limassol, 27. Juni 2024) (Informationen Zyperns)
Informelles Mittagessen
Eine Aussprache zum Thema Mobiltelefonnutzung in Schulen fand unter dem Vorsitz des ungarischen Staatsministers für öffentliche Bildung, Zoltán Maruzsa, bei einem informellen Mittagessen statt.
A-Punkte
Der Rat billigte heute den gemeinsamen Entwurf des Gesamthaushaltsplans der EU für 2025. Die Mittel für Verpflichtungen belaufen sich auf insgesamt 192 768,6 Mio. € und die Mittel für Zahlungen auf insgesamt 149 615,7 Mio. €. Mittel für besondere Instrumente, die nicht unter den Mehrjährigen Finanzrahmen (MFR) 2021-2027 fallen, sind darin nicht enthalten.
Ferner nahm der Rat die Punkte auf der Liste der die Gesetzgebung betreffenden und nicht die Gesetzgebung betreffenden A‑Punkte ohne Aussprache an.
Die Medienakkreditierung für internationale Gipfeltreffen, die außerhalb der Europäischen Union stattfinden, wird von den Regierungsbehörden des Gastgeberlandes gehandhabt.