Globale Klimaschutzmaßnahmen
Die EU und ihre Mitgliedstaaten arbeiten mit globalen Partnern zusammen, um Klimaschutzmaßnahmen voranzubringen und zu finanzieren.
Klimaziele gemeinsam erreichen
Der Klimawandel macht nicht an Grenzen halt und verschont kein Land dieser Erde.
Die Klimakrise kann nur gelöst werden, wenn alle Länder der Welt zusammenarbeiten.
Darum setzen sich die EU und ihre Mitgliedstaaten aktiv dafür ein, nicht nur auf EU-Ebene Maßnahmen zu ergreifen, sondern auch Partner weltweit dabei zu unterstützen, ihre Klimaziele zu erreichen.
Die EU und alle ihre Mitgliedstaaten haben das Übereinkommen von Paris – die globale Vereinbarung, die Erderwärmung zu begrenzen und den Klimawandel zu bekämpfen – unterzeichnet und ratifiziert.
Im Bereich Klimaschutz haben sie ein Beispiel gegeben, indem sie das Ziel der Klimaneutralität zu einer bindenden Verpflichtung der EU gemacht haben.
Die EU ist jedoch nur für 8 % der weltweiten Treibhausgasemissionen verantwortlich – und ihr Anteil wird kleiner.
Entscheidend ist, dass auch andere Länder der Welt sich verstärkt bemühen, die Erderwärmung zu begrenzen und ihre Emissionen zu senken.
Pariser Klimaschutzübereinkommen
Umweltdiplomatie
Der Klimawandel ist ein zentrales Element der Außenpolitik der EU und ihrer diplomatischen Arbeit.
Dies geschieht auf verschiedenen Ebenen:
- politische Dialoge – bilateral und multilateral
- internationale Verhandlungen und Vereinbarungen wie das Übereinkommen von Paris
- Handelspolitik
- Allianzen und Partnerschaften wie die Grüne Allianz mit Japan
In ihren bilateralen Beziehungen mit Nicht-EU-Ländern gibt die EU ihre Expertise im Bereich Klimapolitik weiter und ermutigt die Partner, entschlossene Maßnahmen gegen die Erderwärmung zu ergreifen. Wo nötig, leistet sie gezielte Unterstützung, um den am stärksten betroffenen Ländern dabei zu helfen, ihre Wirtschaft umzustellen.
In multilateralen Foren wie den Konferenzen der Vertragsparteien (COP) beteiligt sich die EU aktiv an den globalen Verhandlungen. So hat sie eine Vorreiterrolle bei internationalen Vereinbarungen zur Klimapolitik, etwa dem Übereinkommen von Paris, eingenommen.
Finanzierung der Klimapolitik
Die Bekämpfung des Klimawandels erfordert beträchtliche finanzielle Ressourcen – sowohl innerhalb der EU als auch darüber hinaus.
Im Rahmen des Übereinkommens von Paris haben sich die Industrieländer verpflichtet, jährlich 100 Milliarden $ (rund 90 Milliarden €) zur Unterstützung der Entwicklungsländer zu mobilisieren.
Die EU und ihre Mitgliedsländer stellen weltweit den größten Teil der öffentlichen Finanzmittel für Klimamaßnahmen bereit. Die Europäische Union und ihre 27 Mitgliedstaaten haben im Jahr 2024 31,7 Mrd. € zur Klimaschutzfinanzierung aus öffentlichen Quellen beigetragen und zusätzlich 11 Mrd. € an privater Finanzierung mobilisiert, um Entwicklungsländer dabei zu unterstützen, ihre Treibhausgasemissionen zu verringern und sich an die Auswirkungen des Klimawandels anzupassen.
Europas Beitrag zur Finanzierung der Klimapolitik (in Mrd. €) (Infografik)
Mit diesen Finanzmitteln werden weltweit Klimaschutz- und Klimaanpassungsmaßnahmen in den Partnerländern der EU unterstützt, um ihnen zu helfen, ihre Emissionen zu senken und ihre Widerstandsfähigkeit gegenüber den Auswirkungen des Klimawandels zu stärken.
Mehr als ein Drittel der EU-Haushaltsmittel für die Unterstützung von Nachbarländern und Entwicklungsländern ist für die Intensivierung der Klimaschutzbemühungen vorgesehen.
Siehe auch:
Finanzierung der Klimawende
Maßnahmen der EU gegen den Klimawandel
Ein europäischer Grüner Deal
Letzte Überprüfung: 5. November 2025