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Maßnahmen der EU gegen den Klimawandel

Die EU-Länder sind entschlossen, den Klimawandel zu bekämpfen und bis 2050 Klimaneutralität zu erreichen.

Eine klimaneutrale EU bis 2050

Die EU-Länder sind rechtlich verpflichtet, durch den Übergang zu einer klimaneutralen Wirtschaft mit Netto-Null-Treibhausgasemissionen bis 2050 den Klimawandel zu bekämpfen.

Im Dezember 2019 einigten sich die EU-Führungsspitzen im Europäischen Rat auf dieses Ziel, und später brachte die Europäische Kommission den europäischen Grünen Deal auf den Weg.

Das Ziel ergibt sich aus den Verpflichtungen im Rahmen des Übereinkommens von Paris, das alle EU-Mitgliedstaaten unterzeichnet und ratifiziert haben.

5 facts about the EU's goal of climate neutrality
5 facts about the EU's goal of climate neutrality

5 facts about the EU's goal of climate neutrality

Was sind Klimaneutralität und Netto-Null-Emissionen?

Klimaneutralität bedeutet, dass die aufgrund menschlicher Aktivitäten entstehenden Treibhausgasemissionen, z. B. die durch die Verbrennung fossiler Brennstoffe verursachten Emissionen von Kohlendioxid (CO₂), in der Atmosphäre erheblich verringert werden, um sicherzustellen, dass das Klimasystem nicht beeinträchtigt wird.

Die Emissionen, die nur schwer zu beseitigen sind, werden durch CO₂-Entnahmen kompensiert, d. h. CO₂ wird entweder auf natürliche Weise durch die Vegetation oder durch mechanische Systeme aus der Atmosphäre entnommen.

In einer klimaneutralen Wirtschaft gibt es eine Netto-Null-Emissionsbilanz.

Was ist Klimaneutralität?

Verwirklichung der Klimaneutralität durch die EU-Länder

Um bis 2050 Klimaneutralität zu erreichen, müssen die EU-Länder ihre Treibhausgasemissionen drastisch reduzieren und Möglichkeiten finden, die verbleibenden unvermeidbaren Emissionen auszugleichen.

In den vergangenen Jahren und insbesondere im Rahmen des europäischen Grünen Deals hat die EU Ziele für die Verringerung der Emissionen in allen Wirtschaftssektoren festgelegt und Rechtsvorschriften erlassen, um diese einzuhalten.

Die Klimaziele der EU

Angesichts der sich zuspitzenden Klimakrise und extremer Wetterereignisse, die an Häufigkeit und Schwere zunehmen, haben sich die EU-Länder schrittweise ehrgeizigere Ziele zur Bekämpfung des Klimawandels gesetzt.

2008 wurde das erste EU-weite Klimaziel vereinbart: Darin wurde festgelegt, dass die Emissionen bis 2020 um 20 % gegenüber 1990 gesenkt werden sollten. Die EU hat dieses Ziel übertroffen und 2020 einen Rückgang um 32 % erreicht. Zwar hing dies auch mit der COVID-19-Pandemie zusammen, doch geht aus den Daten hervor, dass die EU ihr Ziel bereits im Jahr 2019 mit einem Rückgang um 25 % übertroffen hatte.

2014 einigte sich die Europäische Union auf ein Emissionsreduktionsziel von 40 % bis 2030. Im Jahr 2023 hat sich die EU ein noch ehrgeizigeres Ziel für 2030 gesetzt: Mit dem Europäischen Klimagesetz sind die EU-Länder nun rechtlich verpflichtet, die Emissionen bis 2030 um mindestens 55 % zu senken.

Im März 2026 hat der Rat nach der Einigung mit dem Europäischen Parlament das geänderte Europäische Klimagesetz angenommen, mit dem ein verbindliches Zwischenziel für 2040 eingeführt wird, nämlich die Verringerung der Netto-Treibhausgasemissionen um 90 % gegenüber dem Stand von 1990.

Dies ist ein entscheidender Schritt hin zum langfristigen Ziel der EU, bis 2050 Klimaneutralität zu erreichen. Als Verordnung gilt das Europäische Klimagesetz unmittelbar in allen EU-Mitgliedstaaten.

EU-Klimapolitik und EU-Klimagesetze

Ein Großteil der jüngsten Klimapolitik der EU ist das Ergebnis des europäischen Grünen Deals.

Das Europäische Klimagesetz ist der wichtigste Rechtsakt im Rahmen des Grünen Deals, da es das Ziel der Klimaneutralität bis 2050 zu einer rechtlichen Verpflichtung für alle EU-Mitgliedstaaten macht.

Ein wichtiges Paket von Klimavorschriften ist das Paket „Fit für 55“, das mehrere Rechtsakte umfasst und in dem Vorschriften sowie Maßnahmen festgelegt sind, mit denen das Ziel, die Emissionen bis 2030 um mindestens 55 % zu senken, erreicht werden soll.

Da die Erreichung einer Netto-Null-Emissionsbilanz einen tiefgreifenden Wandel des derzeitigen Wirtschaftsmodells erfordert, erstreckt sich die Klimapolitik auf alle Wirtschaftszweige. Hier einige Beispiele für Maßnahmen, die im Rahmen des EU-Rechts ergriffen wurden:

Darstellung des Kreises der EU-Sterne, umgeben von Symbolen für den grünen Wandel, darunter eine Windkraftanlage, Solarpaneele, Bäume, Tiere, Kulturpflanzen und ein Traktor.
Ein europäischer Grüner Deal

Ein europäischer Grüner Deal

Beispiele für Klimaschutzmaßnahmen

Förderung erneuerbarer Energien

Verbesserung der Energieeffizienz

Steigerung des CO2-Abbaus

Reform und Ausweitung des Emissionshandels

Schritte, die den Verkehr umweltfreundlicher machen

Unterstützung der Menschen beim Übergang zu einer grüneren Wirtschaft

8 Wege zu einer umweltfreundlicheren Lebensweise in der EU

Wenn wir die Klimakrise bewältigen und unsere Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen, insbesondere aus Russland, verringern wollen, müssen wir zu einer umweltfreundlicheren Lebensweise übergehen. Die EU und ihre 27 Mitgliedstaaten arbeiten derzeit im Rahmen des Pakets „Fit für 55“ an neuen gemeinsamen Regeln, um den CO₂‑Fußabdruck der EU zu reduzieren. Wie beeinflussen die neuen Vorschriften die Art, wie wir leben, arbeiten und reisen? Lesen Sie unseren Beitrag für einige Beispiele dafür, wie das Leben in der EU im Jahr 2030 aussehen wird.

Ein Gebäude, ein Windrad, ein Elektroauto und Bäume

Fortschritte in Richtung Klimaneutralität

Seit die EU-Länder die ersten Klimaziele festgelegt haben, ist die EU bei der Verringerung ihrer Klimaauswirkungen weit vorangekommen.

2024 hat die EU die Netto-Treibhausgasemissionen um mehr als 37 % gegenüber dem Stand von 1990 gesenkt (über 39 %, wenn der internationale Luft- und Seeverkehr ausgenommen werden).

Jedoch werden Emissionen nicht in allen Sektoren in gleichem Tempo verringert. Während die Emissionen im Verkehrssektor steigen, sind sie in anderen Sektoren deutlich niedriger als 1990, allen voran in der Energieindustrie, die einen Rückgang von 57 % verzeichnete.

Die Treibhausgasemissionen in der EU sinken

Das nachstehende Flächendiagramm zeigt die Treibhausgasemissionen der EU nach Sektoren in Milliarden Tonnen CO₂-Äquivalent. Nicht in das Diagramm eingeflossen sind Emissionen aus der internationalen Luft- und Schifffahrt sowie Entnahmen (CO₂-Senke) im Sektor Landnutzung, Landnutzungsänderungen und Forstwirtschaft (LULUCF).

Textfassung

Flächendiagramm, das die EU-Treibhausgasemissionen (in CO2-Äquivalenten) nach Sektoren von 1990 bis 2024 zeigt. Zwischen 1990 und 2024 sind die Emissionen wie folgt gesunken bzw. gestiegen:

  • Landwirtschaft: -26,3 %
  • Energiewirtschaft: -57,3 %
  • Industrieprozesse: -41,5 %
  • Verarbeitendes Gewerbe und Baugewerbe: -49,4 %
  • Wohnen und Handel: -37,2 %
  • Verkehr: +18,7 %
  • Abfall: -41,6 %

Siehe auch:

Menschen, die sich an den Händen halten; im Hintergrund der Erdball. Abbildung.
Globale Klimaschutzmaßnahmen

Globale Klimaschutzmaßnahmen

Säulendiagramm zur Entwicklung des europäischen Beitrags zur Finanzierung der Klimapolitik von 2013 bis 2024.
Europas Beitrag zur Finanzierung der Klimapolitik (in Mrd. €)

Europas Beitrag zur Finanzierung der Klimapolitik (in Mrd. €)

„Fit für 55“

„Fit für 55“

Letzte Überprüfung: 5. März 2026