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  • Rat der Europäischen Union
  • Pressemitteilung
  • 28. November 2022 10:30

Rat ergreift Maßnahmen zur Förderung des schulischen Erfolgs von Kindern in der gesamten EU

Die Bildungsministerinnen und -minister der EU haben sich auf Maßnahmen geeinigt, mit denen der Anteil der frühen Abgänge von der allgemeinen und beruflichen Bildung gesenkt und unterdurchschnittliche Leistungen in den Bereichen Lesen, Mathematik und Naturwissenschaften verringert werden sollen. In der Empfehlung über Wege zum schulischen Erfolg werden die Mitgliedstaaten aufgefordert, Strategien für den schulischen Erfolg zu entwickeln und die Auswirkungen des sozioökonomischen Status auf Bildungsergebnisse zu minimieren.

Vladimír Balaš, tschechischer Minister für Bildung, Jugend und Sport
Das Schulsystem und die Bildung sind ein Grundstein für ein erfolgreiches und erfülltes Leben. Daher können wir es uns nicht leisten, dass Kinder die Schule vorzeitig abbrechen oder am Ende ihres allgemeinen und beruflichen Bildungswegs nicht über ausreichende Grundkompetenzen verfügen. Das Wohlergehen ist ein wichtiger Hebel, um die Schulabbrecherquote zu senken und die Kenntnisse der Kinder in den Bereichen Lesen, Mathematik und Naturwissenschaften zu verbessern.
Vladimír Balaš, tschechischer Minister für Bildung, Jugend und Sport
Vladimír Balaš, tschechischer Minister für Bildung, Jugend und Sport

Verbesserung der Schulabbrecherquote

Die heute angenommene Empfehlung ersetzt eine Empfehlung des Rates von 2011 für politische Strategien zur Senkung der Schulabbrecherquote. Seit 2010 ist die Quote der frühzeitigen Schulabgänger um 3,9 Prozentpunkte gesunken. Im Jahr 2021 lag der Anteil im EU-Durchschnitt jedoch bei 9,7 % und damit noch immer über dem Ziel der EU von 9 %. Der Anteil derjenigen mit schlechten Leistungen lag dem Monitor für die allgemeine und berufliche Bildung 2021 zufolge bei 22,5 % im Bereich Lesen, 22,9 % in Mathematik und 22,3 % in den Naturwissenschaften.

Wohlergehen als Schlüsselkomponente für schulischen Erfolg

Da Forschungsergebnisse zeigen, dass das emotionale, soziale und körperliche Wohlergehen in der Schule wichtig ist, um die Chancen von Kindern und Jugendlichen auf Erfolg in der Bildung und im Leben zu verbessern, werden die Mitgliedstaaten aufgefordert, ein besonderes Augenmerk auf das Wohlergehen in der Schule zu richten. Infolge der COVID‑19-Pandemie, die sich negativ auf die psychische Gesundheit und das Wohlergehen der Lernenden im Allgemeinen ausgewirkt hat, hat es sich als noch wichtiger erwiesen, sich mit dem Wohlergehen als Impulsgeber für den schulischen Erfolg auseinanderzusetzen.

Prävention, Intervention und Kompensation

In der Empfehlung werden einerseits die Lernenden und andererseits auch die Lehrkräfte, die Ausbildenden und das Schulpersonal in den Mittelpunkt gerückt. Darin wird vorgeschlagen, Präventions-, Interventions- und Kompensationsmaßnahmen zu kombinieren. Die Kompensationsmaßnahmen zielen darauf ab, Schulabbrecher wieder in das Bildungssystem zurückzuholen, etwa indem die Berufsberatung und die Berufsorientierung gestärkt werden.

Hintergrund

Die Empfehlung enthält einen politischen Rahmen, der als Referenzinstrument für nationale, regionale und lokale politische Entscheidungsträger sowie für die Praxis im Bereich der allgemeinen und beruflichen Bildung dienen soll, um zu einem systemischen Ansatz bei den Maßnahmen zur Gewährleistung besserer Bildungsergebnisse für alle Lernenden anzuregen.

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Letzte Überprüfung: 10. Februar 2025