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  • Rat (Wirtschaft und Finanzen)

Rat „Wirtschaft und Finanzen“, 9. November 2023

Wichtigste Ergebnisse

Überprüfung der wirtschaftspolitischen Steuerung

Der Rat hat die vorgeschlagene Reform des Rahmens für die wirtschaftspolitische Steuerung erörtert.

Nadia Calviño, amtierende erste stellvertretende Ministerpräsidentin Spaniens und Ministerin für Wirtschaft und digitalen Wandel
Wir haben uns heute auf die wichtigsten Elemente und Mechanismen der neuen haushaltspolitischen Vorschriften sowie darauf verständigt, dass Haushaltsdisziplin, Glaubwürdigkeit und Vertrauen unerlässlich sind. Außerdem sind wir uns darüber einig, die antizyklische Wirkung und die richtigen Anreize für wachstumsfördernde Investitionen und Reformen zu gewährleisten, die unseren gemeinsamen europäischen Prioritäten entsprechen. Alle Mitgliedstaaten sind fest entschlossen, einen Beitrag zu leisten, zusammenzuarbeiten und vor Ende des Jahres eine ausgewogene Einigung zu erzielen.
Nadia Calviño, amtierende erste stellvertretende Ministerpräsidentin Spaniens und Ministerin für Wirtschaft und digitalen Wandel
Nadia Calviño, amtierende erste stellvertretende Ministerpräsidentin Spaniens und Ministerin für Wirtschaft und digitalen Wandel

Der Rahmen für die wirtschaftspolitische Steuerung der EU ist eine Reihe gemeinsamer Regeln für die nationale Haushalts- und Wirtschaftspolitik, die für alle Mitgliedstaaten gelten. Diese Regeln sorgen für eine langfristige Tragfähigkeit der öffentlichen Finanzen und fördern eine Konvergenz bei gleichzeitigem Abbau von makroökonomischen Ungleichgewichten.

Die Reform umfasst drei Vorschläge:

  • eine Verordnung über die wirksame Koordinierung der Wirtschaftspolitik und die multilaterale haushaltspolitische Überwachung
  • eine Verordnung über die Beschleunigung und Klärung des Verfahrens bei einem übermäßigen Defizit
  • eine Richtlinie über die Anforderungen an die haushaltspolitischen Rahmen der Mitgliedstaaten

Aggression Russlands gegen die Ukraine

Der Rat hat einen Gedankenaustausch über den aktuellen Stand der wirtschaftlichen und finanziellen Auswirkungen der Aggression Russlands gegen die Ukraine geführt. Die Ministerinnen und Minister haben von der Kommission aktuelle Informationen über die Wirtschafts- und Haushaltslage in der Ukraine und die Umsetzung der restriktiven Maßnahmen der EU erhalten.

Aufbau- und Resilienzfazilität

Die Ministerinnen und Minister haben den Stand der Umsetzung der Aufbau- und Resilienzfazilität (ARF) erörtert.

Der Rat hat Durchführungsbeschlüsse zur Billigung der geänderten Aufbau- und Resilienzpläne Dänemarks, Litauens, Österreichs und Schwedens angenommen. Neben anderen Änderungen haben die Länder neue REPowerEU-Kapitel in ihre aktualisierten Pläne aufgenommen.

Es wird erwartet, dass jeder der 27 Mitgliedstaaten im Laufe des Jahres 2023 mindestens einmal Änderungen seines nationalen Aufbau- und Resilienzplans vorlegen wird, um Zugang zu den neuen REPowerEU-Finanzhilfen zu erhalten, verfügbare Darlehen zu beantragen oder die aktualisierte ARF-Mittelzuweisung zu berücksichtigen.

Abbildung mit Stromleitungen, Windkraftanlagen, einem Zug, einem Gebäude und Personen.
Der REPowerEU-Plan im Detail (Infografik)

Der REPowerEU-Plan im Detail (Infografik)

Europäisches Semester

Der Rat hat einen Gedankenaustausch über die gewonnenen Erkenntnisse in Bezug auf das Verfahren des Europäischen Semestern geführt. Dabei handelt es sich um eine regelmäßige Bestandsaufnahme, mit der verbessert werden soll, wie dieser Prozess durchgeführt wird.

Die Ministerinnen und Minister haben einen Gedankenaustausch über die Umsetzung des Semesters 2023 geführt und politische Orientierungen für das Semester des kommenden Jahres gegeben.

EU-Statistiken

Der Rat hat Schlussfolgerungen zu den EU-Statistiken gebilligt.

Aufgrund der Bedeutung hochwertiger, vergleichbarer und verlässlicher Statistiken für die wirtschaftspolitische Beschlussfassung der EU, insbesondere für die wirtschaftspolitische Koordinierung, billigt der Rat jedes Jahr im Herbst Schlussfolgerungen zu den EU-Statistiken.

In seinen Schlussfolgerungen hat der Rat die Fortschritte bei der Umsetzung der statistischen Prioritäten, die der Rat „Wirtschaft und Finanzen“ im Vorjahr festgelegt hatte, überprüft und Leitlinien für die weitere Arbeit vorgegeben.

In den Schlussfolgerungen wurden die Fortschritte begrüßt, die hinsichtlich des Informationsbedarfs in der Europäischen Währungsunion und bei der Qualität der Statistiken für das Verfahren bei einem makroökonomischen Ungleichgewicht und im Hinblick auf den Stabilitäts- und Wachstumspakt erzielt wurden.

Jahresbericht des Europäischen Fiskalausschusses

Die Ministerinnen und Minister haben in Anwesenheit des Vorsitzenden des Europäischen Fiskalausschusses, Niels Thygesen, einen Gedankenaustausch über den Jahresbericht 2023 des Ausschusses geführt.

Jahresbericht über die Ausführung des Haushaltsplans

Der Präsident des Europäischen Rechnungshofs hat der Ministerrunde den Jahresbericht über die Ausführung des Haushaltsplans für das Haushaltsjahr 2022 vorgelegt, der am 5. Oktober 2023 veröffentlicht wurde.

Finanzdienstleistungen

Der Vorsitz hat den Sachstand bei aktuellen Gesetzgebungsvorschlägen im Bereich Finanzdienstleistungen erläutert. Dies ist ein wiederkehrender Punkt auf der Tagesordnung des Rates.

Dialog EU-EFTA auf Ministerebene

Am Rande der Tagung vom 9. November haben die Ministerinnen und Minister der EU und der EFTA-Länder (Europäische Freihandelsassoziation) einen Dialog über neue industriepolitische Ansätze geführt. Die Ministerrunde hat sich über die Frage ausgetauscht, wie ein schädlicher Subventionswettlauf vermieden werden kann.

Dialog ECOFIN-EFTA auf Ministerebene: Gruppenfoto

Steuern

Der Rat hat eine Erklärung über eine Zwei-Säulen-Lösung zur Bewältigung der steuerlichen Herausforderungen im Zusammenhang mit der Digitalisierung der Wirtschaft abgegeben. Die Kommission hat ebenfalls eine Erklärung zu diesem Thema abgegeben.

Die Punkte auf der unten angeführten Liste der A-Punkte wurden vom Rat ohne Aussprache angenommen.

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Ansprechpartner für Journalisten

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Akkreditierung und Presseveranstaltungen

Allgemeine Informationen zur Akkreditierung finden Sie auf dieser Seite.

Die Medienakkreditierung für internationale Gipfeltreffen, die außerhalb der Europäischen Union stattfinden, wird von den Regierungsbehörden des Gastgeberlandes gehandhabt.

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Letzte Überprüfung: 9. Januar 2025