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  • Rat (Wirtschaft und Finanzen)

Rat „Wirtschaft und Finanzen“, 14. Juli 2023

Wichtigste Ergebnisse

Eigenmittel

Die Kommission hat ihren Vorschlag zu einem angepassten Paket für die nächste Generation von Eigenmitteln erläutert.

Das Paket umfasst neue Eigenmittel auf der Grundlage von Statistiken zu Unternehmensgewinnen. Es ergänzt den Vorschlag der Kommission aus dem Jahr 2021, mit dem ein Teil der Einnahmen aus dem Emissionshandelssystem (EHS) und dem CO₂-Grenzausgleichssystem (CBAM) in das Eigenmittelsystem der EU aufgenommen werden soll.

Darstellung des EU-Haushalts als Zauberwürfel.
EU‑Haushalt 2021-2027 und Aufbauplan (Infografik)

EU‑Haushalt 2021-2027 und Aufbauplan (Infografik)

EU-Unterstützung für die Ukraine

Der Rat führte einen Gedankenaustausch über die finanzielle Unterstützung für die Ukraine im Rahmen der Halbzeitüberprüfung des langfristigen EU-Haushalts (Mehrjähriger Finanzrahmen) und den damit verbundenen Vorschlag zur Einrichtung einer Ukraine-Fazilität.

Die Ministerinnen und Minister bekundeten einhellig ihre Unterstützung für die Ukraine, und der Rat wird die Dossiers vorrangig weiterverfolgen.

Mit der Überarbeitung des Mehrjährigen Finanzrahmens und dem Vorschlag für eine Verordnung über die Ukraine-Fazilität wird eine Finanzierung in Höhe von 50 Mrd. € für den Zeitraum 2024 bis 2027 vorgesehen, um den unmittelbaren Bedarf der Ukraine zu decken und zur Erholung, zum mittelfristigen Wiederaufbau und zur Modernisierung der Ukraine beizutragen, die eng mit ihrem Weg in die EU verknüpft sind.

Zollreform

Die Ministerinnen und Minister führten einen Gedankenaustausch über die Mitteilung der Kommission zum Ausbau der Zollunion. Die Mitteilung ist Teil eines Reformpakets zur Modernisierung der EU-Zollunion, das drei Vorschläge umfasst.

Die Ministerinnen und Minister nahmen zu den Zielen der Reform erstmals Stellung und äußerten ihre Einschätzungen zum Mehrwert der wichtigsten Maßnahmen des Vorschlags, darunter eine ergänzende EU-Risikomanagementebene, neue Vorschriften für den elektronischen Handel, eine einheitliche zentrale Datenlösung und eine neue EU-Zollgovernance.

Die Aussprache legte den Grundstein für weitere Beratungen und gab politische Leitlinien für die Arbeit auf fachlicher Ebene vor.

Die Ministerinnen und Minister nahmen zu den Zielen der Reform erstmals Stellung und äußerten ihre Einschätzungen zum Mehrwert der wichtigsten Maßnahmen des Vorschlags, darunter eine ergänzende EU-Risikomanagementebene, neue Vorschriften für den elektronischen Handel, eine einheitliche zentrale Datenlösung und eine neue EU-Zollgovernance.

Die Aussprache legte den Grundstein für weitere Beratungen und gab politische Leitlinien für die Arbeit auf fachlicher Ebene vor.

Prioritäten des spanischen Vorsitzes

Der spanische Vorsitz hat seine Prioritäten für den Bereich Wirtschaft und Finanzen für das zweite Halbjahr 2023 vorgestellt.

Nadia Calviño, spanische Ministerin für Wirtschaft und digitalen Wandel
Wir treten diesen Vorsitz mit großem Durchhaltewillen und Entschlossenheit an und folgen dabei dem ausgeprägt proeuropäischen Ansatz, den wir seit unserem Beitritt zur Union im Jahr 1986 verfolgen. Unser Ziel ist, möglichst viele Dossiers abzuschließen und zu einem stärkeren, wohlhabenderen und gerechteren Europa in der Zukunft beizutragen.
Nadia Calviño, spanische Ministerin für Wirtschaft und digitalen Wandel
Nadia Calviño, spanische Ministerin für Wirtschaft und digitalen Wandel

Europäisches Semester

Der Rat billigte Schlussfolgerungen zu den eingehenden Überprüfungen 2023 im Rahmen des Verfahrens bei einem makroökonomischen Ungleichgewicht.

Das im Jahr 2011 eingeführte Europäische Semester ermöglicht es den EU-Mitgliedstaaten, ihre Wirtschafts-, Haushalts- und Beschäftigungspolitik im Laufe des Jahres zu koordinieren und sich den wirtschaftlichen Herausforderungen der EU zu stellen.

Wirtschaftliche Erholung Europas

Der Rat führte einen Gedankenaustausch über die Umsetzung der Aufbau- und Resilienzfazilität. Er nahm Durchführungsbeschlüsse zur Billigung geänderter Aufbau- und Resilienzpläne Frankreichs, Maltas, der Slowakei und Irlands an.

Die geänderten Pläne Frankreichs, Maltas und der Slowakei enthalten nun ein neues REPowerEU-Kapitel, das dazu beitragen wird, den Übergang dieser Länder zu sauberer Energie zu beschleunigen, ihre Energieversorgung zu diversifizieren und ihre Energieeffizienz zu verbessern.

Abbildung mit Stromleitungen, Windkraftanlagen, einem Zug, einem Gebäude und Personen.
Der REPowerEU-Plan im Detail (Infografik)

Der REPowerEU-Plan im Detail (Infografik)

Internationale Tagungen

Der Rat beriet über die Vorbereitung des Treffens der Finanzminister und Zentralbankpräsidenten der G20, das am 11./12. Oktober 2023 in Marrakesch während der Jahrestagung des IWF stattfinden wird.

Der Rat gab Orientierungen für weitere Beratungen über das Mandat der EU und über eine Erklärung für den Internationalen Währungs- und Finanzausschuss (IMFC) vor.

Das Treffen der Finanzminister und Zentralbankpräsidenten der G20 bietet bedeutenden Ländern des internationalen Finanzsystems ein Forum, um wichtige internationale Wirtschaftsfragen zu erörtern und das stabile und nachhaltige Wachstum der Weltwirtschaft zu koordinieren.

Finanzdienstleistungen

Unter „Sonstiges“ informierte der Vorsitz die Ministerinnen und Minister über aktuelle Gesetzgebungsvorschläge im Bereich der Finanzdienstleistungen.

Neuzuweisung von Besteuerungsrechten (Säule 1)

Der Vorsitz unterrichtete die Ministerinnen und Minister über die Verhandlungen, die im inklusiven Rahmen der OECD und der G20 gegen Gewinnverkürzung und Gewinnverlagerung (BEPS) über die Umsetzung von Säule 1 der „Erklärung über eine Zwei-Säulen-Lösung zur Bewältigung der steuerlichen Herausforderungen der Digitalisierung der Wirtschaft“ geführt werden, damit vor Ende 2023 ein mehrseitiges Übereinkommen unterzeichnet werden kann.

Der Vorsitz stellte den Ministerinnen und Ministern die Ergebnisse der Tagung des inklusiven Rahmens der OECD und G20 gegen BEPS vom 10. bis 12. Juli 2023 vor, auf der die Beratungen über Säule 1 vorangebracht wurden und im Hinblick auf die bevorstehende Tagung der Finanzminister und Zentralbankpräsidenten der G20 vom 17./18. Juli 2023 eine Ergebniserklärung vereinbart wurde.

Dossiers

Vorbereitungsdokumente

Pressemitteilungen

Presseinfos

Ansprechpartner für Journalisten

Wenn Sie kein Journalist sind, wenden Sie sich bitte an die Abteilung für Öffentlichkeitsarbeit.

Akkreditierung und Presseveranstaltungen

Allgemeine Informationen zur Akkreditierung finden Sie auf dieser Seite.

Die Medienakkreditierung für internationale Gipfeltreffen, die außerhalb der Europäischen Union stattfinden, wird von den Regierungsbehörden des Gastgeberlandes gehandhabt.

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Weitere Tagungen

Letzte Überprüfung: 9. Januar 2025