Zeitleiste: Geschichte
Film: „Von Kamingesprächen zum wesentlichen Entscheidungsorgan“
Dieser Dokumentarfilm zeichnet die Geschichte des Europäischen Rates von seiner Gründung bis zum heutigen Tag nach. Er zeigt wichtige Meilensteine der vergangenen Jahrzehnte, die den Entscheidungsfindungsprozess der Staats- und Regierungschefs der EU geprägt haben.
Die Geschichte wird aus der Sicht derjenigen erzählt, die Zeugen des Wandels des Europäischen Rates zum heutigen zentralen Entscheidungsorgan waren.
Erfahren Sie mehr über die Ereignisse und die Verträge, die die Rolle des Europäischen Rates, des Rates der EU, der Euro-Gruppe und des Euro-Gipfels geprägt haben.
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1950
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Die Schuman-Erklärung
Der französische Außenminister Robert Schuman kündigt die Gründung der Europäischen Gemeinschaft für Kohle und Stahl an, die von einer gemeinsamen Hohen Behörde kontrolliert werden soll. Damit wird der Grundstein für die Europäische Union gelegt, die auf zwei Grundprinzipien beruht: Frieden und Solidarität.
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1952
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23. Juli Der Vertrag von Paris
Mit dem Pariser Vertrag wird die Europäische Gemeinschaft für Kohle und Stahl (EGKS) gegründet, die den gemeinsamen Markt für Kohle und Stahl aus der Taufe hebt. Damit wird ein Schritt zum Abbau von Misstrauen und Spannungen zwischen europäischen Nachbarstaaten nach dem Zweiten Weltkrieg getan. Der EGKS-Vertrag, der 2002 auslief, ist der erste Gründungsvertrag der Europäischen Gemeinschaft.
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8. September Erste Tagung des Besonderen Ministerrates der EGKS
Die erste Tagung des Besonderen Ministerrates der Europäischen Gemeinschaft für Kohle und Stahl, aus dem später der Rat der Europäischen Union hervorging, findet in Luxemburg statt.
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1958
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1. Januar Die Verträge von Rom
Mit den Römischen Verträgen werden die Europäische Wirtschaftsgemeinschaft (EWG) und die Europäische Atomgemeinschaft (Euratom) gegründet. Am 25. September 1958 findet unter Leitung des belgischen Außenministers Victor Larock die erste Tagung des Rates der EWG statt.
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1965
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2. Juli Die "Politik des leeren Stuhls"
1965 kündigt Frankreich an, aufgrund von Meinungsverschiedenheiten bei den Verhandlungen über die Finanzierung der Gemeinsamen Agrarpolitik nicht mehr an den Ratstagungen teilnehmen zu wollen. Gelöst werden konnte diese Krise 1966 dank des Luxemburger Kompromisses, mit dem die Regel der Einstimmigkeit für die Fälle, in denen wesentliche Interessen auf dem Spiel stehen, eingeführt wurde.
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1967
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1. Juli Die Fusionsverträge
Mit den beiden Fusionsverträgen von 1967 und 1971 werden ein gemeinsamer Rat und eine gemeinsame Kommission eingesetzt und ein gemeinsamer Haushaltsplan für die drei Gemeinschaften (EGKS, Euratom und EWG) eingeführt. Ferner wird der AStV förmlich zum Vorbereitungsgremium des Rates erklärt.
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1973
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1. Januar Die erste Erweiterung
Dänemark, Irland und das Vereinigte Königreich treten den Europäischen Gemeinschaften bei, womit sich die Zahl der Mitgliedstaaten auf neun erhöht.
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1974
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9. Dezember Einsetzung des Europäischen Rates
Nach dem Gipfel von Kopenhagen im Dezember 1973, dem zufolge Gipfeltagungen jeweils bei Bedarf stattfinden sollen, wird auf dem vom französischen Präsidenten Valéry Giscard d’Estaing organisierten Gipfel von Paris im Dezember 1974 der Europäische Rat geschaffen. Er wurde als informelles Forum für Gespräche zwischen den Staats- und Regierungschefs ins Leben gerufen.
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1975
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11. März Erste Tagung des Europäischen Rates
Der neugeschaffene Europäische Rat tagt erstmals im März 1975 in Dublin.
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1981
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1. Januar Griechenland tritt der EU bei
Mit dem Beitritt Griechenlands wird die Zahl der EU-Mitgliedstaaten zweistellig.
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1985
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14. Juni Das Schengen-Übereinkommen
Belgien, Deutschland, Frankreich, Luxemburg und die Niederlande unterzeichnen in Schengen (Luxemburg) das Schengener Übereinkommen über die Abschaffung der Grenzkontrollen.
Dieses Übereinkommen räumt den Bürgern schrittweise die Möglichkeit ein, Binnengrenzen ohne Passkontrollen zu überschreiten. Die Umsetzung des Schengener Übereinkommens beginnt später (1995).
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28./29. Juni Europäischer Rat nimmt die EU-Flagge an
Der Europäische Rat nimmt die Flagge als offizielles Logo der Europäischen Gemeinschaften an.
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2. Dezember Europäischer Rat in Luxemburg
Der Europäische Rat erzielt eine politische Einigung, mit der der Weg für die Annahme der Einheitlichen Europäischen Akte geebnet wird.
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1986
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1. Januar Spanien und Portugal werden EU-Mitglieder
Spanien und Portugal treten der EU bei, womit sich die Zahl der Mitgliedstaaten der Europäischen Gemeinschaften auf zwölf erhöht.
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1987
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1. Juli Die Einheitliche Europäische Akte
Mit der Einheitlichen Europäischen Akte (EEA) wird der Binnenmarkt errichtet, der den freien Verkehr von Waren, Personen, Dienstleistungen und Kapital ermöglicht. Mit der EEA wird die außenpolitische Zusammenarbeit eingeleitet und die Möglichkeit zur Beschlussfassung mit qualifizierter Mehrheit im Rat ausgedehnt.
Außerdem erhält der Europäische Rat mit der Einheitlichen Europäischen Akte eine Rechtsgrundlage. Damit werden die Treffen der Staats- und Regierungschefs formalisiert.
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1992
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11. Dezember Öffentliche Tagungen
Der Europäische Rat führt auf seiner Tagung 1992 in Edinburgh öffentliche Tagungen ein. Diese Praxis wird im Laufe der Jahre erheblich ausgeweitet – zuletzt durch den Vertrag von Lissabon.
Die öffentlichen Aussprachen und Beratungen des Rates können heute auf der Website verfolgt werden.
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1993
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1. November Der Vertrag von Maastricht
Mit Inkrafttreten des Vertrags von Maastricht wird auf der Grundlage einer erweiterten "Gemeinschaftssäule" die Europäische Union gegründet. Zudem werden damit die Wirtschafts- und Währungsunion geschaffen und zwei neue Säulen errichtet: die gemeinsame Außen- und Sicherheitspolitik (GASP) und die Zusammenarbeit im Bereich Justiz und Inneres (JI).
Der Europäische Rat erlangt durch den Vertrag von Maastricht einen formellen Status. Er gibt der EU die für ihre Entwicklung erforderlichen Impulse und legt die allgemeinen politischen Zielvorstellungen für diese Entwicklung fest.
Der Maastrichter Vertrag leitet auch den Prozess zur Einführung des Euro ein und bringt die Gemeinsame Außen- und Sicherheitspolitik (GASP) auf den Weg.
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1995
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1. Januar Die vierte Erweiterung der EU
Österreich, Finnland und Schweden treten der EU bei. Die EU umfasst nunmehr 15 Staaten und erstreckt sich über fast ganz Westeuropa.
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1996
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1. Januar Der Europäische Rat tritt viermal jährlich zusammen
Seit 1996 tritt der Europäische Rat mindestens viermal jährlich zusammen. Bis dahin waren nur zwei Tagungen pro Jahr erforderlich.
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1997
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13. Dezember Einsetzung der Euro-Gruppe
Der Europäische Rat billigt die Einsetzung der Euro-Gruppe – ein informelles Gremium, in dem die Finanzminister der Länder vertreten sind, deren gemeinsame Währung der Euro ist. Die erste Sitzung der Euro-Gruppe findet am 4. Juni 1998 auf Schloss Senningen in Luxemburg statt.
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1999
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1. Januar Geburtsstunde des Euro als virtuelle Währung
Der Euro wird in elf Mitgliedstaaten eingeführt: Belgien, Deutschland, Finnland, Frankreich, Irland, Italien, Luxemburg, Niederlande, Österreich, Portugal und Spanien.
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1. Mai Der Vertrag von Amsterdam
Mit dem Vertrag von Amsterdam wird ein Raum der Freiheit, der Sicherheit und des Rechts errichtet und das Schengen-Übereinkommen in EU-Recht überführt. Ferner wird durch den Vertrag die Rolle des Generalsekretärs des Rates geändert, der nun auch zum Hohen Vertreter für die Gemeinsame Außen- und Sicherheitspolitik wird.
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2001
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1. Januar Griechenland tritt dem Euro-Raum bei
Griechenland ist der 12. Mitgliedstaat der EU, der den Euro als Währung einführt.
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2002
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1. Januar Der Euro kommt in Umlauf
Ab dem 1. Januar 2002 treten Euro-Banknoten und ‑Münzen an die Stelle der nationalen Währungen.
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2003
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1. Februar Der Vertrag von Nizza
Mit dem Vertrag von Nizza wird die institutionelle Reform der EU im Hinblick auf die künftige, auf 27 Mitgliedstaaten erweiterte EU eingeleitet. Auf Ebene des Rates wird die Möglichkeit zur Beschlussfassung mit qualifizierter Mehrheit ausgedehnt und der Grundsatz der verstärkten Zusammenarbeit zwischen den Mitgliedstaaten eingeführt.
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1. Oktober Tagungen des Europäischen Rates finden in Brüssel statt
Seit Oktober 2003 finden alle förmlichen Tagungen des Europäischen Rates in Brüssel statt.
In der Erklärung Nr. 22 zum Vertrag von Nizza ist festgelegt, dass alle Tagungen des Europäischen Rates in Brüssel stattfinden, sobald die EU 18 Mitgliedstaaten hat.
Seit 2017 finden die Tagungen des Europäischen Rates im Europa-Gebäude in Brüssel statt. ©Philippe Samyn and Partners architects & engineers - lead and design partner, Studio Valle Progettazioni architects, Buro Happold engineers -
2004
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1. Mai Die größte Erweiterung der EU
Zehn neue Staaten treten gleichzeitig der EU bei: die Tschechische Republik, Estland, Zypern, Lettland, Litauen, Ungarn, Malta, Polen, die Slowakei und Slowenien. Dies ist einwohner- und länderbezogen die zahlenmäßig größte Erweiterung der EU.
Damit hat die EU jetzt 25 Mitgliedstaaten.
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10. September Der erste ständige Präsident der Euro-Gruppe
Die Euro-Gruppe beschließt, einen ständigen Präsidenten für einen Zeitraum von zwei Jahren einzusetzen.
Auf einer informellen Tagung des Rates „Wirtschaft und Finanzen“ (ECOFIN) in Scheveningen wird Jean-Claude Juncker zum ersten ständigen Präsidenten der Euro-Gruppe gewählt. Seine Amtszeit läuft vom 1. Januar 2005 bis zum 31. Dezember 2006.
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2006
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1. September Jean-Claude Juncker wird erneut Präsident der Euro-Gruppe
Er wird für eine zweite Amtszeit zum Präsidenten der Euro-Gruppe gewählt.
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2007
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1. Januar Bulgarien und Rumänien treten der EU bei
Bulgarien und Rumänien werden Mitgliedstaaten der nunmehr 27 Länder umfassenden EU.
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1. Januar Slowenien tritt dem Euro-Raum bei
Slowenien ist der 13. Mitgliedstaat der EU, der den Euro als Währung einführt.
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2008
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1. Januar Zypern und Malta treten dem Euro-Raum bei
Damit gehören jetzt 15 Länder zum Euro-Raum.
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12. Oktober Der Euro-Gipfel wird aus der Taufe gehoben
Der französische Präsident Nicolas Sarkozy schlägt ein regelmäßiges Treffen der Staats- und Regierungschefs des Euro-Raums vor. Die erste Tagung findet am 12. Oktober 2008 statt. Die folgenden Gipfel finden im Mai 2010, im März 2011, im Juli 2011 und im Oktober 2011 in Brüssel statt.
Die Tagungen des Euro-Gipfels dienen der Koordinierung der Wirtschaftspolitik im Euro-Raum. An den Tagungen nehmen auch der Präsident des Euro-Gipfels und der Präsident der Europäischen Kommission teil.
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2009
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1. Januar Die Slowakei tritt dem Euro-Raum bei
Die Slowakei wird zum 16. Mitgliedstaat des Euro-Raums.
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19. November Herman Van Rompuy wird zum Präsidenten des Europäischen Rates gewählt
Auf einer informellen Tagung am 19. November 2009 in Brüssel verständigen sich die Staats- und Regierungschefs der EU einstimmig darauf, Herman Van Rompuy zum ersten ständigen Präsidenten des Europäischen Rates zu ernennen.
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1. Dezember Der Vertrag von Lissabon
Mit dem Inkrafttreten des Lissabonner Vertrags werden Struktur und Arbeitsweise der EU reformiert.
Die Möglichkeit zur Beschlussfassung mit qualifizierter Mehrheit im Rat wird ausgedehnt.
Der Europäische Rat wird ein eigenständiges Organ, das über einen Präsidenten verfügt. Bis dahin war der Europäische Rat ein informelles Gremium und das Amt des Vorsitzenden des Europäischen Rates eine inoffizielle Funktion. Die Rolle wurde von dem Staats- oder Regierungschef des Mitgliedstaats ausgeübt, der zum jeweiligen Zeitpunkt den turnusmäßig wechselnden Vorsitz im Rat der Europäischen Union innehatte.
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1. Dezember Protokoll Nr. 14 zum Vertrag von Lissabon
Das Protokoll Nr. 14 zum Vertrag von Lissabon, das die Rolle der Euro-Gruppe festlegt, tritt am 1. Dezember 2009 in Kraft. Die Minister der Mitgliedstaaten, deren Währung der Euro ist, treten zu informellen Sitzungen zusammen, um Fragen im Zusammenhang mit der einheitlichen Währung zu erörtern, und sie wählen einen Präsidenten für zweieinhalb Jahre.
Mit dem Vertrag von Lissabon wird außerdem die Geschäftsordnung des Rates dahin gehend geändert, dass an Abstimmungen des vollzähligen Rates (Wirtschaft und Finanzen) über Fragen, die ausschließlich den Euro-Raum betreffen, nur Mitglieder der Euro-Gruppe teilnehmen dürfen.
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10. Dezember Europäischer Rat unter dem Vorsitz von Fredrik Reinfeldt
Zum letzten Mal führt der Staats- oder Regierungschef des Mitgliedstaats, der den turnusmäßig wechselnden Ratsvorsitz innehat, auf der Tagung des Europäischen Rates den Vorsitz.
Der Europäische Rat vom Dezember 2009 findet unter dem Vorsitz des schwedischen Ministerpräsidenten Fredrik Reinfeldt statt.
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2011
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1. Januar Estland tritt dem Euro-Raum bei
Estland führt als 17. Mitgliedstaat den Euro als Währung ein.
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2012
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1. März Der Vertrag über Stabilität, Koordinierung und Steuerung in der Wirtschafts- und Währungsunion
Auf der Tagung des Europäischen Rates vom 1./2. März 2012 unterzeichnen 25 Staats- und Regierungschefs den Vertrag über Stabilität, Koordinierung und Steuerung in der Wirtschafts- und Währungsunion (SKS-Vertrag).
Der Vertrag tritt am 1. Januar 2013 in Kraft und formalisiert den Euro-Gipfel. In Artikel 12 dieses Vertrags sind die Organisation des Euro-Gipfels und die Rolle des Präsidenten festgelegt.
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1. März Wiederwahl von Herman Van Rompuy
Herman Van Rompuy wird für eine zweite Amtszeit vom 1. Juni 2012 bis zum 30. November 2014 zum Präsidenten des Europäischen Rates gewählt.
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10. Dezember Friedensnobelpreis für die EU
Die EU erhält 2012 den Friedensnobelpreis für ihren Einsatz für Frieden, Aussöhnung, Demokratie und Menschenrechte in Europa.
Bei der Verleihung des Friedensnobelpreises an die EU erklärt das norwegische Nobelpreiskomitee, es würdige mit seiner Entscheidung die stabilisierende Rolle der EU, der es zu verdanken sei, dass fast ganz Europa von einem Kontinent der Kriege zu einem Kontinent des Friedens geworden sei.
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2013
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21. Januar Wahl des Präsidenten der Euro-Gruppe
Der niederländische Finanzminister Jeroen Dijsselbloem wird zum Präsidenten der Euro-Gruppe gewählt. Er ist der zweite ständige Präsident der Euro-Gruppe seit deren Bestehen.
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14. März Geschäftsordnung des Euro-Gipfels
Der erste Euro-Gipfel seit Inkrafttreten des Vertrags über Stabilität, Koordinierung und Steuerung in der Wirtschafts- und Währungsunion (SKS-Vertrag) findet am 14. März 2013 statt. Auf dieser Tagung werden die Regeln für die Organisation der Euro-Gipfel angenommen.
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1. Juli Kroatien tritt der EU bei
Nach Slowenien wird Kroatien als zweites aus Jugoslawien hervorgegangenes Land Mitglied der EU.
Damit hat die EU 28 Mitgliedstaaten.
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2014
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1. Januar Lettland tritt dem Euro-Raum bei
Lettland wird zum 18. Mitgliedstaat des Euro-Raums.
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1. Dezember Donald Tusk wird Präsident des Europäischen Rates
Donald Tusk folgt Herman Van Rompuy als Präsident des Europäischen Rates nach. Seine Amtszeit läuft vom 1. Dezember 2014 bis zum 31. Mai 2017.
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2015
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1. Januar Litauen tritt dem Euro-Raum bei
Der Euro-Raum hat jetzt 19 Mitglieder: Belgien, Deutschland, Estland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Irland, Italien, Lettland, Litauen, Luxemburg, Malta, Niederlande, Österreich, Portugal, Slowakei, Slowenien, Spanien und Zypern.
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22. Juni Euro-Sondergipfel zu Griechenland
Die Staats- und Regierungschefs der EU treten am 22. Juni 2015 zu einem Gedankenaustausch zu Griechenland zusammen. Der Präsident des Euro-Gipfels, Donald Tusk, führt aus, dass die jüngsten Vorschläge der griechischen Regierung ein positiver Fortschritt seien, jedoch von den EU-Institutionen eingehender bewertet werden müssten.
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12. Juli Die Staats- und Regierungschefs des Euro-Raums erzielen eine Einigung zu Griechenland
Sie sind bereit, Verhandlungen über ein Finanzhilfeprogramm für Griechenland im Rahmen des Europäischen Stabilitätsmechanismus (ESM) aufzunehmen. Zunächst müssen jedoch das griechische Parlament und andere nationale Parlamente der Einigung zustimmen. Nach Abschluss der nationalen Verfahren wird die Euro-Gruppe die Verhandlungen voranbringen.
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13. Juli Jeroen Dijsselbloem wird für eine zweite Amtszeit zum Präsidenten der Euro‑Gruppe gewählt
Jeroen Dijsselbloem wird für eine zweite Amtszeit von zweieinhalb Jahren zum Präsidenten der Euro‑Gruppe ernannt.
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2017
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9. März Wiederwahl von Donald Tusk zum Präsidenten des Europäischen Rates
Donald Tusk ist für eine zweite Amtszeit von zweieinhalb Jahren für den Zeitraum vom 1. Juni 2017 bis zum 30. November 2019 zum Präsidenten des Europäischen Rates wiedergewählt worden.
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29. März Vereinigtes Königreich löst förmlich Artikel 50 aus, um aus der EU auszutreten
Entsprechend dem Ergebnis des britischen Referendums vom 23. Juni 2016, bei dem die Bürgerinnen und Bürger des Vereinigten Königreichs für einen Austritt aus der Europäischen Union gestimmt haben, hat das Vereinigte Königreich dem Europäischen Rat förmlich mitgeteilt, dass es aus der EU auszutreten beabsichtigt.
Der Europäische Rat hat eine Erklärung zur Mitteilung des Vereinigten Königreichs abgegeben.
Wir bedauern, dass das Vereinigte Königreich die Europäische Union verlassen wird, sind aber für das Verfahren, das wir nun befolgen müssen, vorbereitet. (...) In diesen Verhandlungen wird die Union mit einer Stimme sprechen und ihre Interessen wahren. Unsere oberste Priorität wird sein, die Unsicherheit, die durch die Entscheidung des Vereinigten Königreichs für unsere Bürgerinnen und Bürger, Unternehmen und Mitgliedstaaten entstanden ist, so weit wie möglich zu verringern.
Europäischer Rat, 29. März 2017 -
4. Dezember Wahl des Präsidenten der Euro-Gruppe
Der portugiesische Finanzminister Mário Centeno wird zum Präsidenten der Euro-Gruppe gewählt. Er ist der dritte ständige Präsident der Euro-Gruppe seit deren Bestehen.
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2019
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1. Dezember Charles Michel wird Präsident des Europäischen Rates
Charles Michel löst Donald Tusk als Präsident des Europäischen Rates ab. Seine Amtszeit läuft vom 1. Dezember 2019 bis zum 31. Mai 2022.
Charles Michel, Präsident des Europäischen Rates -
2020
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31. Januar Das Vereinigte Königreich verlässt die Europäische Union
Nach dem britischen Referendum vom 23. Juni 2016 und der Ratifizierung des Austrittsabkommens durch beide Parteien im Januar 2020 verlässt das Vereinigte Königreich die Europäische Union.
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9. Juli Paschal Donohoe wird neuer Präsident der Euro-Gruppe
Die Euro-Gruppe wählt den irischen Minister der Finanzen und Minister für öffentliche Ausgaben und Reformen, Paschal Donohoe, zu ihrem Präsidenten. Das Verfahren ist in Protokoll Nr. 14 des EU-Vertrags vorgesehen.
Der neue Präsident tritt sein Amt am 13. Juli 2020 an. Die Amtszeit beträgt zweieinhalb Jahre.
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2022
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24. März Charles Michel erneut zum Präsidenten des Europäischen Rates gewählt
Charles Michel wird erneut zum Präsidenten des Europäischen Rates gewählt. Dies ist seine zweite Amtszeit von zweieinhalb Jahren, die vom 1. Juni 2022 bis zum 30. November 2024 läuft.
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5. Dezember Paschal Donohoe wird zum Präsidenten der Euro-Gruppe wiedergewählt
Die Euro-Gruppe wählt den irischen Finanzminister Paschal Donohoe für weitere zweieinhalb Jahre zum Präsidenten der Euro-Gruppe. Seine zweite Amtszeit beginnt am 13. Januar 2023.
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2023
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1. Januar Kroatien tritt dem Euro-Raum bei
Kroatien wird zum 20. Mitgliedstaat des Euro-Raums.
Erste Sitzung der Euro-Gruppe mit Kroatien im Januar 2023 -
2024
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1. Dezember António Costa wird Präsident des Europäischen Rates
António Costa löst Charles Michel als Präsident des Europäischen Rates ab. Seine Amtszeit läuft vom 1. Dezember 2024 bis zum 31. Mai 2027.
António Costa, Präsident des Europäischen Rates -
2025
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7. Juli Paschal Donohoe für dritte Amtszeit als Präsident der Euro-Gruppe bestätigt
Die Euro-Gruppe wählt Paschal Donohoe, irischer Minister der Finanzen, einvernehmlich erneut zu ihrem Präsidenten. Er ist seit dem 13. Juli 2020 im Amt und beginnt seine dritte Amtszeit am 13. Juli 2025. Das Mandat läuft für zweieinhalb Jahre.
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18. November Makis Keravnos wird amtierender Präsident der Euro-Gruppe
Infolge des Rücktritts des Präsidenten der Euro-Gruppe Paschal Donohoe wird der zyprische Minister der Finanzen Makis Keravnos am 18. November 2025 amtierender Präsident. Im Einklang mit den Arbeitsmethoden der Euro-Gruppe wird er diese Funktion wahrnehmen, bis ein neuer Präsident gewählt wird.
Makis Keravnos, amtierender Präsident der Euro-Gruppe -
11. Dezember Kyriakos Pierrakakis zum Präsidenten der Euro-Gruppe gewählt
Die Euro-Gruppe wählt den griechischen Wirtschafts- und Finanzminister Kyriakos Pierrakakis im Einklang mit dem Verfahren in Protokoll Nr. 14 der EU-Verträge zum Präsidenten der Euro-Gruppe.
Der neue Präsident tritt sein Amt am 12. Dezember 2025 an; die Amtszeit beträgt zweieinhalb Jahre.
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2026
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1. Januar Bulgaria joins the euro area
Bulgaria becomes the 21st member of the euro area.
Bulgaria joining euro area ceremony
Letzte Überprüfung: 29. Mai 2026