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Videokonferenz auf Ministerebene „Sport“, 1. Dezember 2020
Wichtigste Ergebnisse
Internationale Sportveranstaltungen während der COVID-19-Pandemie
Die Ministerinnen und Minister sprachen über die Herausforderungen bei der Organisation internationaler Sportveranstaltungen in verschiedenen Mitgliedstaaten und darüber, ob ein verstärkter Austausch auf EU-Ebene erforderlich ist.
Derzeit können sich Sportlerinnen und Sportler innerhalb der EU nicht frei bewegen, weil in den einzelnen Mitgliedstaaten unterschiedliche Test- und Quarantäneregelungen gelten. Auch die Gesundheits- und Hygienevorschriften sind unterschiedlich und werden ständig neu angepasst, was zusätzlich für Unsicherheit sorgt. Unsere heutige Beratung hat deutlich gezeigt, dass wir in verschiedenen Bereichen wie Gesundheit, Reisen und Verkehr mehr Austausch und Zusammenarbeit auf EU-Ebene brauchen. Wir sollten nichts unversucht lassen, die weitere Verschiebung internationaler Sportveranstaltungen zu begrenzen und dazu beizutragen, den Fans eine sichere Rückkehr in die Stadien zu ermöglichen, sobald die Entwicklung der COVID-19-Pandemie in den Mitgliedstaaten eine Lockerung der aktuellen Beschränkungen möglich macht.
Stephan Mayer, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister des Innern, für Bau und Heimat
Die Ministerinnen und Minister wurden gebeten, sich zu folgenden Fragen zu äußern:
Welche Erfahrungen haben Sie mit internationalen Sportveranstaltungen gemacht, die in Ihrem Land seit Ausbruch der Pandemie organisiert wurden, insbesondere in Bezug auf Herausforderungen und Kooperationsmechanismen?
Für wie notwendig halten Sie einen verstärkten Austausch auf EU-Ebene im Zusammenhang mit internationalen Sportveranstaltungen?
Die Ministerinnen und Minister hoben verschiedene Herausforderungen im Zusammenhang mit der Organisation internationaler Sportveranstaltungen hervor, etwa die begrenzte internationale Mobilität und komplizierte Logistik, strenge Hygieneprotokolle sowie unterschiedliche Test- und Quarantäneregelungen in den einzelnen Mitgliedstaaten. Besondere Aufmerksamkeit galt den negativen finanziellen Auswirkungen der COVID-19-Pandemie auf den Sport. Übereinstimmend wurde festgestellt, dass Sportlerinnen und Sportler, Sportorganisationen und Verbände durch geringere Sponsoring-Einnahmen, leere Stadien und Ausgaben für Tests und die Umsetzung von Gesundheitsprotokollen erhebliche Verluste erlitten haben. Zahlreiche Delegationen hielten eine verstärkte Zusammenarbeit für erforderlich, insbesondere bei der Harmonisierung der Testverfahren, der Einführung von Reisebeschränkungen und der Bereitstellung zuverlässiger Informationen über Gesundheits- und Sicherheitsvorschriften in den einzelnen Mitgliedstaaten an Sportlerinnen und Sportler und ihre Organisationen.
Mehrere Anwesende erklärten, dass trotz der schwierigen Lage zahlreiche internationale Sportveranstaltungen in ihren Ländern abgehalten wurden. Die Mitgliedstaaten bekräftigten, über verschiedene Finanzierungsprogramme und -mechanismen sowohl auf nationaler als auch auf EU-Ebene weiterhin Unterstützung zu leisten.
Der Vorsitz informierte die Ministerinnen und Minister über die Schlussfolgerungen zur Förderung der sektorübergreifenden Zusammenarbeit zugunsten von Sport und körperlicher Aktivität in der Gesellschaft.
Der EU-Mitgliedstaat, der den amtierenden Dreiervorsitz im Stiftungsrat der Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) vertritt, berichtete dem Rat von dem folgenden WADA-Treffen: Exekutivausschuss und Stiftungsrat (10.-12. November 2020)
Die finnische Delegation präsentierte Informationen zum Thema Menschenrechte bei bevorstehenden Sportgroßveranstaltungen.
Die portugiesische Delegation stellte die Prioritäten des künftigen Ratsvorsitzesim Bereich Sport vor.
Die Medienakkreditierung für internationale Gipfeltreffen, die außerhalb der Europäischen Union stattfinden, wird von den Regierungsbehörden des Gastgeberlandes gehandhabt.