- Rat (Auswärtige Angelegenheiten)
Rat (Auswärtige Angelegenheiten), 19.06.2017, 19. Juni 2017
Wichtigste Ergebnisse
Golfkrise
Die EU-Außenministerinnen und ‑minister berieten über die derzeitige Krise in der Golfregion.
Sie appellierten an die Beteiligten, für eine Deeskalation der Krise durch Dialog und Verhandlungen zu sorgen. Sie bekundeten ihre uneingeschränkte Unterstützung für die Vermittlungsbemühungen Kuwaits.
"Die Außenminister haben ein starkes Zeichen der Einheit und Entschlossenheit der Europäischen Union zur Unterstützung der Vermittlungsbemühungen Kuwaits gesetzt. Unsere Hilfe wird jetzt gebraucht, und wir sind bereit, zu helfen."
Federica Mogherini, Hohe Vertreterin für Außen- und Sicherheitspolitik
Die Ministerinnen und Minister betonten, dass die Krise einer dringenden Lösung bedarf, da die Einheit der Golfländer nicht nur wichtig für die EU, sondern auch von entscheidender Bedeutung für die Stabilität der gesamten Region ist.
Die Hohe Vertreterin wies darauf hin, dass die EU ihren bilateralen Beziehungen zu allen betroffenen Parteien sowie ihren Beziehungen zum Golf-Kooperationsrat großen Wert beimisst.
Zusammenarbeit zwischen EU und NATO
Die Außenministerinnen und ‑minister erörterten die Zusammenarbeit zwischen der EU und der NATO mit der Stellvertretenden NATO-Generalsekretärin Rose Gottemoeller. Grundlage für die Gespräche war ein gemeinsamer Sachstandsbericht der Hohen Vertreterin der EU und des Generalsekretärs der NATO. Der Rat nahm Schlussfolgerungen zu dem Bericht an, in denen er die Fortschritte bei der Umsetzung des gemeinsamen Pakets von Vorschlägen begrüßte und zu weiteren Schritten in dieselbe Richtung aufrief.
- Zusammenarbeit zwischen EU und NATO: Rat begrüßt Fortschritte (Pressemitteilung, 19.6.2017)
- Zusammenarbeit der EU im Bereich der Sicherheit und Verteidigung (Hintergrundinformationen)
Terrorismusbekämpfung
Vor dem Hintergrund der jüngsten Anschläge innerhalb und außerhalb der EU berieten die Außenministerinnen und ‑minister über die externen Aspekte der Terrorismusbekämpfung. Sie betonten, dass die Terrorismusbekämpfung die höchste Sicherheitspriorität für die EU ist. Der Rat nahm Schlussfolgerungen zur Terrorismusbekämpfung an.
- Auswärtiges Handeln der EU im Bereich Terrorismusbekämpfung: Rat nimmt Schlussfolgerungen an
- Terrorismusbekämpfung durch die EU (Hintergrundinformationen)
Irak
Der Rat erörterte die Lage in Irak mit Schwerpunkt auf den jüngsten Entwicklungen, insbesondere in Mossul und in der Provinz Ninive, und auf der künftigen Stabilisierung des Landes. Der Rat nahm Schlussfolgerungen an.
Migration
Die Außenministerinnen und ‑minister erörterten die externen Aspekte der Migration zur Vorbereitung der Tagung des Europäischen Rates am 22./23. Juni. Sie zogen eine Bilanz der im Hinblick auf den Partnerschaftsrahmen erzielten Fortschritte.
Sie bekundeten ihre anhaltende Unterstützung für den derzeitigen Ansatz, der aber im Hinblick auf bessere Ergebnisse verstärkt werden sollte, da noch immer viele Menschen auf der zentralen Mittelmeerroute ums Leben kommen. Die Zusammenarbeit mit den Partnerländern sollte intensiviert werden im Hinblick auf die weitere Bekämpfung der Schleuser, die Verringerung der Zahl irregulärer Migranten, die in die EU kommen, und die Sicherstellung von Rückkehr/Rückführung und Rückübernahme. Ein weiteres wichtiges Ziel der EU ist nach wie vor die Unterstützung einer besseren Migrationssteuerung in Libyen im Hinblick auf einen Beitrag zum Schutz von Migranten und Flüchtlingen.
Globale Strategie der EU
Der Rat führte eine Aussprache über die Umsetzung der Globalen Strategie der EU auf der Grundlage eines Berichts der Hohen Vertreterin über das erste Jahr der Umsetzung der Strategie.
Die Außenministerinnen und ‑minister begrüßten den Bericht und hoben die bedeutenden Ergebnisse hervor, die in diesem Jahr erzielt wurden, nicht nur im Bereich der Zusammenarbeit bei Sicherheit und Verteidigung, sondern auch beim Aufbau der Widerstandsfähigkeit von Staaten und Gesellschaften im Osten und im Süden, sowie bei den Fortschritten in Bezug auf einen integrierten Ansatz zur Bewältigung von Konflikten und Krisen.
Sie begrüßten die laufenden Arbeiten zur Aktualisierung bestehender bzw. Erarbeitung neuer regionaler und themenbezogener Strategien. Der Rat nahm in diesem Zusammenhang Schlussfolgerungen zur globalen maritimen Sicherheit an.
Dossiers
Vorbereitungsdokumente
- Vorläufiges Programm – Tagung des Rates "Auswärtige Angelegenheiten" am 19. Juni 2017
- Liste der A-Punkte, nicht die Gesetzgebung betreffende Tätigkeiten, Addendum 1, Rat "Auswärtige Angelegenheiten", 19. Juni 2017
- Liste der A-Punkte, nicht die Gesetzgebung betreffende Tätigkeiten, Rat "Auswärtige Angelegenheiten", 19. Juni 2017
- Vorläufige Tagesordnung, Rat "Auswärtige Angelegenheiten", 19. Juni 2017
- Hintergrundinformationen
Ergebnisdokumente
Pressemitteilungen
Wichtigste Ergebnisse der Ministertagung der Östlichen Partnerschaft,19. Juni 2017 - 19.06.2017
Irak: Rat nimmt Schlussfolgerungen an - 19.06.2017
Auswärtiges Handeln der EU im Bereich Terrorismusbekämpfung: Rat nimmt Schlussfolgerungen an - 19.06.2017
Globale Maritime Sicherheit: Rat nimmt Schlussfolgerungen an - 19.06.2017
Mali und die Sahelzone: Rat nimmt Schlussfolgerungen an - 19.06.2017
Zusammenarbeit zwischen EU und NATO: Rat begrüßt Fortschritte - 19.06.2017
Strategie der EU für Zentralasien: Rat nimmt Schlussfolgerungen an - 19.06.2017
Partnerschaft Afrika-EU: Rat nimmt Schlussfolgerungen zu neuen Impulsen an - 19.06.2017
EU bekennt sich zu einer handlungsfähigen und resilienten Zivilgesellschaft: Schlussfolgerungen zur Zusammenarbeit der EU mit der Zivilgesellschaft im Bereich der Außenbeziehungen vom Rat angenommen - 19.06.2017
Cyberangriffe: EU plant Gegenmaßnahmen, einschließlich Sanktionen - 19.06.2017
Klimawandel: Der Rat bekräftigt, dass das Übereinkommen von Paris seinen Zweck erfüllt und nicht neu verhandelt werden kann. - 19.06.2017
Rechtswidrige Annexion der Krim und Sewastopols: EU verlängert Sanktionen um ein Jahr - 19.06.2017
Presseinfos
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Maria Daniela Lenzu Press officer
- +32 470 88 04 02
- +32 2 281 21 46
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