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  • Rat (Wettbewerbsfähigkeit)

Rat „Wettbewerbsfähigkeit“ (Forschung und Raumfahrt), 23. Mai 2025

Wichtigste Ergebnisse

Forschung

Horizont Europa: Halbzeitbewertung

Die Ministerrunde erörterte die Halbzeitbewertung des Programms „Horizont Europa“, die am 30. April 2025 angenommen worden war. Horizont Europa ist das EU-Rahmenprogramm für Forschung und Innovation für den Zeitraum 2021-2027 und ist mit Mitteln in Höhe von 93,5 Mrd. € ausgestattet. Die Ministerinnen und Minister analysierten zur Vorbereitung auf das nächste (10.) Rahmenprogramm für den Zeitraum 2027-2034 die gewonnenen Erkenntnisse.

Die meisten Delegationen begrüßten die positiven Ergebnisse von Horizont Europa und unterstützten den Beschluss der Präsidentin der Kommission, es als eigenständiges Programm beizubehalten. Mehrere Ministerinnen und Minister brachten jedoch ihr Bedauern darüber zum Ausdruck, dass viele herausragende Forschungsprojekte keine Finanzmittel erhielten, und forderten eine Vereinfachung der Verwaltungsverfahren, insbesondere für KMU. In diesem Sinne wurde die Verwendung von Pauschalbeträgen von verschiedenen Delegationen begrüßt. Während viele die Bedeutung von Exzellenz und Wettbewerb für den Erfolg der Forschungspolitik hervorhoben, betonten andere den Wert der Zusammenarbeit und die Notwendigkeit, dass Horizont Europa allen Regionen zugutekommt.

Die Delegationen begrüßten ferner die Fortschritte im Hinblick auf ein ausgewogenes Geschlechterverhältnis in der Forschungspolitik und forderten weitere Anstrengungen in dieser Richtung. In Bezug auf die Finanzierung von Forschungsprojekten mit doppeltem Verwendungszweck (zivil und militärisch) im Europäischen Innovationsrat wurden unterschiedliche Ansichten vertreten – viele Ministerinnen und Minister sprachen sich dafür aus, während andere den zivilen Schwerpunkt des Programms bekräftigten.

Politische Agenda für den Europäischen Forschungsraum 2025-2027

Die Ministerinnen und Minister erzielten eine politische Einigung über eine Empfehlung zur politischen EFR‑Agenda 2025‑2027.

Die Empfehlung enthält die wichtigsten Maßnahmen im Rahmen des EFR und dient als Fahrplan für die nächsten drei Jahre. Der EFR feiert dieses Jahr sein 25-jähriges Bestehen als wichtiges Instrument zur Verwirklichung eines Binnenmarkts für Forschung und Innovation.

<p>Marcin Kulasek, polnischer Minister für Wissenschaft und Hochschulen</p>

Der EFR unterstützt die Forschungs- und Innovationsgemeinschaft seit 25 Jahren dabei, ihre Bemühungen zu koordinieren und herausragende Ergebnisse zu erzielen. Die politische Agenda für 2025-2027 wird der Fahrplan für die Nutzung dieses gemeinsamen Raums sein: echte Freizügigkeit für Forschende im größten Ökosystem für Forschung- und Innovation der Welt.

<p>Marcin Kulasek, polnischer Minister für Wissenschaft und Hochschulen</p>

Marcin Kulasek, polnischer Minister für Wissenschaft und Hochschulen

Künstliche Intelligenz in der Wissenschaft

Die Ministerinnen und Minister billigten Schlussfolgerungen des Rates zum Einsatz künstlicher Intelligenz (KI) in der Wissenschaft, in denen eine umfassende Strategie zur Förderung der Verbreitung von KI in der Wissenschaft mit einem ethischen, nachhaltigen, inklusiven und auf den Menschen ausgerichteten Ansatz gefordert wird.

Durch künstliche Intelligenz können wissenschaftliche Entdeckungen völlig verändert, Innovationen gefördert und die Produktivität unserer Forschenden gesteigert werden. Europa muss diese Möglichkeiten rasch nutzen und gleichzeitig die ethischen und gesellschaftlichen Herausforderungen und Risiken dieser rasch voranschreitenden Technologie angehen.

Marcin Kulasek, polnischer Minister für Wissenschaft und Hochschulen

Sonstiges

Die Ministerinnen und Minister wurden ferner über zwei Fragen unterrichtet:

  • Mehrere Delegationen bekundeten ihr Interesse an der Fortsetzung der Partnerschaft für Forschung und Innovation im Mittelmeerraum (PRIMA) über 2027 hinaus.
  • Die dänische Delegation stellte das Programm des kommenden Vorsitzes im Bereich Forschung vor.

Raumfahrt

Satellitendaten

Die Ministerrunde nahm Schlussfolgerungen des Rates zur Verwendung von Satellitendaten, insbesondere aus Erdbeobachtungskonstellationen, für den Katastrophenschutz und die Krisenbewältigung an.

In den Schlussfolgerungen wird die Bedeutung der Erdbeobachtung und anderer Weltraumdaten für Resilienz und Krisenvorsorge berücksichtigt und der Einsatz künstlicher Intelligenz (KI) und anderer Technologien für bessere Datenverarbeitungs- und Sicherheitsmaßnahmen gegen mögliche Bedrohungen (zum Beispiel Cyberangriffe) in Betracht gezogen.

<p>Michał Baranowski, polnischer Unterstaatssekretär im Ministerium für wirtschaftliche Entwicklung und Technologie </p>

Die Weltraumtechnologie wird zu einem wichtigen Pfeiler der Sicherheit Europas – insbesondere bei der Antizipation von Bedrohungen und der wirksamen Bewältigung von Krisen. Die Gewährleistung eines sicheren und zuverlässigen Zugangs zu Satellitendaten in Echtzeit ist von entscheidender Bedeutung. Europa verfügt über das Potenzial, ein Zentrum für Innovation zu werden, um Spitzenunternehmen, Start-up-Unternehmen, akademische Einrichtungen und eine moderne, engagierte öffentliche Verwaltung zusammenzubringen. Durch die Förderung der Zusammenarbeit können wir die Voraussetzungen für eine stärkere Führungsrolle in den Bereichen Sicherheit und Technologie schaffen.

<p>Michał Baranowski, polnischer Unterstaatssekretär im Ministerium für wirtschaftliche Entwicklung und Technologie </p>

Michał Baranowski, polnischer Unterstaatssekretär im Ministerium für wirtschaftliche Entwicklung und Technologie

Weltraumgestützte Daten zur Stärkung der Resilienz, der Sicherheit und der Krisenbewältigung in der EU

Im Anschluss an die Annahme der Schlussfolgerungen des Rates zu Satellitendaten für den Schutz und das Krisenmanagement führte die Ministerrunde einen Gedankenaustausch über die Verwendung weltraumgestützter Daten zu demselben Zweck.

Die Ministerinnen und Minister waren sich darin einig, dass es für die Bewältigung der Risiken natürlicher oder menschlicher Bedrohungen erforderlich ist, Weltraumressourcen wie Bildtechnik, Navigation und Konnektivität in vollem Umfang zu nutzen. In öffentlichen und privaten weltraumgestützten Lösungen steckt ein großes Potenzial zur Verbesserung der Resilienz und Sicherheit. Viele Delegationen schlugen Ideen zur Verbesserung der Koordinierung zwischen der EU und den Mitgliedstaaten vor, einschließlich der grenzüberschreitenden regionalen Zusammenarbeit, der Sensibilisierung für Weltraumdaten und der Förderung der Zusammenarbeit zwischen Akteuren im Bereich Weltraum, Krisenbewältigungsbehörden und der Kommission.

Mehrere Delegationen betonten, wie wichtig es sei, die bestehende Infrastruktur angesichts der hohen Kosten und langen Fristen neuer Projekte zu optimieren und Instrumente wie KI für die Datenverarbeitung zu nutzen, die Nutzbarkeit der Daten für Endnutzer zu verbessern und die Kompetenzen der Endempfänger zu verbessern. Mehrere Mitgliedstaaten unterstützten auch die doppelte (zivile und militärische) Nutzung von Satellitenkapazitäten, sofern die Datensicherheit, die Vertraulichkeit und die nationalen Zuständigkeiten in Verteidigungsangelegenheiten uneingeschränkt geachtet werden.

Sonstiges

Die Ministerinnen und Minister wurden ferner über folgende Fragen unterrichtet:

  • die dänische Delegation informierte die Ministerrunde über das Programm des kommenden Vorsitzes im Bereich Weltraum;
  • der Generaldirektor der Europäischen Weltraumorganisation (ESA) informierte die Ministerrunde über die Bereiche Weltraum und Resilienz, Sicherheit und Krisenbewältigung.

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Akkreditierung und Presseveranstaltungen

Allgemeine Informationen zur Akkreditierung finden Sie auf dieser Seite.

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