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Die Bedeutung gesunder Böden

Böden sind unverzichtbar für die wichtigsten Leistungen der Natur wie Nahrung und sauberes Wasser. Für die Gesundheit und das Wohlbefinden des Menschen müssen daher gesunde Böden gewährleistet werden.

Gesunde Böden als Lebensgrundlage

Böden sind die Grundlage für das Leben auf der Erde. Menschen, Pflanzen und Tiere brauchen gesunde Böden, um zu überleben und zu gedeihen.

Böden bieten lebenswichtigen Nutzen, wie zum Beispiel:

  • gesunde Lebensmittel und sauberes Wasser,
  • Lebensräume für die biologische Vielfalt und
  • die Abscheidung von CO2und anderen Treibhausgasen, wodurch sie zur Bekämpfung des Klimawandels beitragen.

Gesunde Böden sind natürliche Speicher von CO2 und anderen Treibhausgasen. Tatsächlich sind Böden der größte terrestrische Kohlenstoffspeicher der Welt – das bedeutet, sie speichern verglichen mit anderen natürlichen Elementen wie Bäumen die größte Menge an Treibhausgasen.

Heute sind jedoch bis zu 70 % der Böden in der EU in keinem guten Zustand. Mit den EU-Maßnahmen sollen die Verschmutzung und die Bodendegradation verringert werden.

Politische Initiativen der EU in Bezug auf Böden

Die EU-Politik zur Bodengesundheit beruht auf dem Null-Schadstoff-Ziel, das die Europäische Kommission im Jahr 2021 festgelegt hat. Demnach soll die Verschmutzung von Böden – sowie von Wasser und Luft – bis 2050 auf ein Niveau gesenkt werden, das als nicht mehr schädlich für die menschliche Gesundheit und die natürlichen Ökosysteme gilt.

Bodenstrategie für 2030

Die Europäische Kommission hat im Jahr 2021 im Einklang mit dem Null-Schadstoff-Ziel die Bodenstrategie für 2030 auf den Weg gebracht.

Im Rahmen der Strategie sollen bis 2050

  • alle Böden in der EU gesund und widerstandsfähiger gemacht werden,
  • die Böden geschützt und wiederhergestellt sowie ihre nachhaltige Nutzung sichergestellt werden und
  • die Verschmutzung der Böden verringert werden.

In der Strategie wurde anerkannt, dass das Fehlen spezifischer EU-Rechtsvorschriften in Bezug auf Böden eine der Hauptursachen für die Bodendegradation in der EU ist. Aus diesem Grund hat die Kommission einen Vorschlag für eine neue Rechtsvorschrift in Bezug auf Böden – das Bodenüberwachungsgesetz – in die Strategie aufgenommen.

Bodenüberwachungsgesetz

Die Kommission hat im Jahr 2023 einen Vorschlag für ein Bodenüberwachungsgesetz vorgelegt. Wenn die Richtlinie zur Bodenüberwachung von beiden gesetzgebenden Organen der EU (Rat und Europäisches Parlament) angenommen wird, wäre sie das erste EU-Gesetz mit dem Schwerpunkt Bodengesundheit. Das ehrgeizige langfristige Ziel der Richtlinie ist es, bis 2050 gesunde Böden zu erreichen.

Ziel der Richtlinie ist es, einen Rahmen zur Überwachung der Gesundheit aller Böden zu schaffen, um die Widerstandsfähigkeit zu verbessern und die Risiken kontaminierter Standorte zu bewältigen.

Der Rat hat sich im Juni 2024 auf eine „allgemeine Ausrichtung“ zu dem Vorschlag geeinigt. Im Herbst 2024 wurden Gespräche mit dem Europäischen Parlament über die endgültige Fassung der Richtlinie aufgenommen, die im April 2025 zu einer vorläufigen Einigung führten. Diese Einigung muss nun von beiden Organen bestätigt werden.

Andere Rechtsvorschriften in Bezug auf Böden

Mehrere EU-Rechtsvorschriften betreffen den Bodenschutz. Auch wenn diese Gesetze keine spezifischen Bestimmungen zum Bodenschutz enthalten, tragen sie durch die Festlegung von Umweltmaßnahmen und -zielen indirekt zur Gesundheit der Böden bei.

Dazu gehören die Verordnung über die Wiederherstellung der Natur, die Industrieemissionsrichtlinie, die Gemeinsame Agrarpolitik und Maßnahmen in den Bereichen Abwasser, Düngemittel und Umwelthaftung.

Siehe auch

Biologische Vielfalt

Biologische Vielfalt

Ein Landwirt mit einer Milchkanne und eine Person mit einer Gemüsekiste. Im Hintergrund Kühe auf einer Weide und ein Bauernhof als Symbole für die Landwirtschaft.
Die Gemeinsame Agrarpolitik im Detail

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Beitrag der Natur zur Bekämpfung des Klimawandels

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Letzte Überprüfung: 10. April 2025