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Pariser Klimaschutzübereinkommen

Das Übereinkommen von Paris hat zum Ziel, die Erderwärmung zu begrenzen und den Klimawandel zu bekämpfen. Alle EU-Länder haben das Übereinkommen ratifiziert.

Was ist das Übereinkommen von Paris?

Das Übereinkommen von Paris ist ein internationaler Vertrag, der die Unterzeichnerstaaten rechtlich dazu verpflichtet, Maßnahmen zur Bekämpfung des Klimawandels zu setzen.

Im Jahr 2015 einigten sich die Regierungen erstmals auf erhebliche gemeinsame Anstrengungen, um die Erderwärmung zu begrenzen und gegen ihre Folgen vorzugehen.

Eine Hand, die nach unten auf ein Thermometer drückt, das einen Temperaturanstieg von 1,5 Grad Celsius anzeigt.

Die Erderwärmung unter 1,5 °C halten

Eine Hand, die eine Erdkugel hält.

Auswirkungen des Klimawandels bewältigen

Das Übereinkommen ist am 4. November 2016 in Kraft getreten, nachdem die Bedingung einer Ratifizierung durch mindestens 55 Länder, auf die zusammen mindestens 55 % der weltweiten Treibhausgasemissionen entfallen, erfüllt war.

Im Übereinkommen ist ein Aktionsplan zur Begrenzung der Erderwärmung dargelegt.

Wesentliche Aspekte des Übereinkommens von Paris

Langfristiges Ziel

Der Anstieg der globalen Durchschnittstemperatur sollte bis zum Ende des Jahrhunderts 1,5 °C nicht überschreiten.

Transparenz

Im Interesse der Transparenz und der Rechenschaft erstatten die Länder einander und der Öffentlichkeit über ihre Fortschritte bei der Verwirklichung ihrer Ziele Bericht.

Beiträge

Die Länder verpflichten sich zum Klimaschutz, indem sie Klimaaktionspläne für die Verringerung ihrer Emissionen vorlegen.

Solidarität

Klimaschutzfinanzierung ist notwendig, um gefährdeten Ländern zu helfen, ihre Emissionen zu senken und sich gegen die Auswirkungen des Klimawandels zu wappnen.

Ehrgeizige Ziele

Die Regierungen legen alle fünf Jahre neue Aktionspläne mit jeweils noch ehrgeizigeren Zielen vor.

UNFCCC: das globale Klimaschutzübereinkommen

Das Rahmenübereinkommen der Vereinten Nationen über Klimaänderungen (UNFCCC) ist das wichtigste internationale Klimaschutzabkommen. Das Übereinkommen von Paris wurde auf einer Tagung der Vertragsparteien des UNFCCC im Jahr 2015 geschlossen.

Das UNFCCC ist eines von drei Übereinkommen, die 1992 auf dem Weltgipfel in Rio geschlossen wurden. Damals erkannte die internationale Gemeinschaft an, dass sie gemeinsam handeln muss, um Menschen und Umwelt zu schützen und die Treibhausgasemissionen einzudämmen.

Fast alle Länder der Erde haben das Übereinkommen inzwischen ratifiziert.

Im Jahr 1997 schlossen die UNFCCC-Unterzeichnerstaaten das Kyoto-Protokoll, mit dem für Industrieländer erstmals ein rechtsverbindliches Emissionsreduktionsziel eingeführt wurde, das im Jahr 2020 ausgelaufen ist.

Durch das Übereinkommen von Paris haben die Länder ihr Engagement für den Klimaschutz erneuert und sich auf neue Ziele geeinigt, um die Bemühungen zur Begrenzung der Erderwärmung zu beschleunigen.

Die EU und das Übereinkommen von Paris

Die EU und alle ihre Mitgliedstaaten haben das Übereinkommen von Paris unterzeichnet und ratifiziert und setzen sich nachdrücklich für dessen Umsetzung ein.

Durch die Ratifizierung des Übereinkommens sind die EU und ihre Länder rechtlich dazu verpflichtet, dessen Ziel einzuhalten, die globalen Temperaturen innerhalb sicherer Grenzen zu halten.

Zur Verwirklichung dieses Ziel hat die EU unter anderem die Strategie des europäischen Grünen Deals auf den Weg gebracht, mit der Maßnahmen und Vorschriften zur drastischen Senkung der Emissionen und zur Umgestaltung der Wirtschaft eingeführt werden, um bis 2050 klimaneutral zu werden.

Im Oktober 2025 billigte der Rat die Schlussfolgerungen zu den Vorbereitungen der EU für die 30. Konferenz der Vertragsparteien (COP 30) des Rahmenübereinkommens der Vereinten Nationen über Klimaänderungen (UNFCCC), die vom 10. bis 21. November 2025 in Belém (Brasilien) stattfindet.

In den Schlussfolgerungen werden die wichtigsten Prioritäten und Standpunkte der EU für die Konferenz dargelegt, wobei der Schwerpunkt auf der dringenden Notwendigkeit globaler Klimaschutzmaßnahmen und Zusammenarbeit liegt.

Der Rat hat am 5. November einen aktualisierten national festgelegten Beitrag (NDC) der EU und ihrer Mitgliedstaaten gebilligt, der dem Sekretariat des UNFCCC im Vorfeld der COP 30 vorgelegt werden soll. Damit wird der Zeitraum bis 2035 abgedeckt.

In dem aktualisierten NDC wird das Ziel der EU bekräftigt, bis 2030 eine Nettoreduktion der Treibhausgasemissionen um 55 % zu erreichen, und es wird ein indikativer Beitrag von 66,25 % bis 72,5 % für 2035 auf dem Weg zur CO2-Neutralität bis 2050 eingeführt.

Durch ihre ehrgeizigen Klimaziele steht die EU bei der Bekämpfung des Klimawandels an vorderster Front. Durch ihre mutigen Strategien und Maßnahmen setzt sie globale Standards und trägt zur Förderung des ehrgeizigen Klimaschutzes weltweit bei.

5 Fakten zum EU-Ziel der Klimaneutralität

Für die Zukunft Europas und der Welt ist es unerlässlich, gegen den Klimawandel anzugehen. Mit dem europäischen Klimagesetz wurde das Ziel der EU festgelegt, bis 2050 klimaneutral zu werden. Dieses Ziel folgte auf die Verpflichtung der EU und ihrer Mitgliedstaaten, die sie mit der Unterzeichnung des Übereinkommens von Paris im Jahr 2015 eingegangen sind.

Was bedeutet Klimaneutralität und wie will die EU sie erreichen?

Abbildung eines Globusses

Die Rolle des Rates beim Übereinkommen von Paris

Jedes Jahr kommen die UNFCCC-Vertragsparteien auf der Konferenz der Vertragsparteien („conference of the parties“ – COP) zusammen, um zu prüfen und zu erörtern, welche Fortschritte in Bezug auf das Übereinkommen, die dazugehörigen Vereinbarungen und ihre Umsetzung erreicht wurden.

Die EU und ihre Mitgliedstaaten sind sowohl Vertragsparteien des UNFCCC als auch des Übereinkommens von Paris. Sie nehmen jedes Jahr an der COP teil und beteiligen sich an den Verhandlungen im Rahmen des Klimaübereinkommens, um aktualisierte oder neue Vorschriften im Rahmen der globalen Übereinkommen zu vereinbaren.

Der Vorsitz des Rates und die Europäische Kommission teilen sich die Leitung der EU-Delegation bei der COP. Der Präsident des Europäischen Rates kann auch an der Konferenz teilnehmen.

In diesen Foren spricht die EU mit einer Stimme. Der Rat der EU billigt im Vorfeld der internationalen Tagung Schlussfolgerungen des Rates, mit denen eine Einigung über die allgemeine Verhandlungsposition der EU für die Klimaverhandlungen erzielt werden soll.

Eine Infografik zur Rolle des Rates auf der COP: Der Rat einigt sich auf den Standpunkt der EU für die COP und leitet gemeinsam mit der Kommission die EU-Delegation auf der Tagung.

Siehe auch:

Menschen, die sich an den Händen halten; im Hintergrund der Erdball. Abbildung.
Globale Klimaschutzmaßnahmen

Globale Klimaschutzmaßnahmen

Zwei Hände, die aus Fabrikschornsteinen aufsteigende Gaswolken stoppen.
Maßnahmen der EU gegen den Klimawandel

Maßnahmen der EU gegen den Klimawandel

Darstellung des Kreises der EU-Sterne, umgeben von Symbolen für den grünen Wandel, darunter eine Windkraftanlage, Solarpaneele, Bäume, Tiere, Kulturpflanzen und ein Traktor.
Ein europäischer Grüner Deal

Ein europäischer Grüner Deal

Letzte Überprüfung: 5. November 2025