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Tagung des Rates „Bildung, Jugend, Kultur und Sport“ (Bildung), 7. März 2023
Wichtigste Ergebnisse
Kompetenzen und Fertigkeiten für den ökologischen Wandel
Der Rat hat Schlussfolgerungen zu Kompetenzen und Fertigkeiten für den grünen Wandel gebilligt. Sie sind im Zusammenhang mit den Schlussfolgerungen des Europäischen Rates vom 9. Februar 2023 zu sehen, in denen die Staats- und Regierungschefs der EU beherztere und ehrgeizigere Maßnahmen gefordert haben, um die für den grünen und den digitalen Wandel erforderlichen Kompetenzen durch allgemeine und berufliche Bildung, Weiterbildung und Umschulung weiterzuentwickeln.
Der Arbeitskräftemangel hat sich zwischen 2015 und 2021 in den Sektoren verdoppelt, die für den grünen Wandel von entscheidender Bedeutung sind (siehe Mitteilung der Kommission „Ein Industrieplan zum Grünen Deal für das klimaneutrale Zeitalter“). Gleichzeitig steigt die Nachfrage nach Fachkompetenzen im Zusammenhang mit dem grünen Wandel.
In den Schlussfolgerungen fordert der Rat die Mitgliedstaaten auf, gemeinsam mit Bildungs- und Ausbildungseinrichtungen, Forschungsorganisationen, Arbeitgebern, Sozialpartnern und anderen einschlägigen Interessenträgern zu ermitteln, welchen Umschulungs- und Weiterbildungsbedarf der grüne Wandel mit sich bringt. Auch die öffentlich-private Zusammenarbeit gehört dazu.
Qualifizierte Arbeitskräfte sind zweifellos eine Voraussetzung für mehr Wettbewerbsfähigkeit, und sie werden uns auch dabei helfen, den Weg in eine grünere Zukunft einzuschlagen. Deshalb müssen wir jetzt in die Umschulung und Weiterbildung junger und erwachsener Menschen investieren.
Lotta Edholm, schwedische Ministerin für Schulen
Die Ministerinnen und Minister sprachen über den Lehrkräftemangel und insbesondere den Mehrwert, den eine verstärkte europäische Zusammenarbeit sowie Maßnahmen auf EU-Ebene bieten können, um Lehrkräfte und Ausbilder anzuwerben, weiterzubilden und zu halten.
In allen EU-Mitgliedstaaten stellt der Lehrkräftemangel ein Problem dar und birgt ein erhebliches Risiko für die Qualität und Chancengleichheit im Bildungswesen. Der Mangel ist unter anderem auf die Überalterung der Lehrkräfte – nahezu 40 % sind über 50 – und die als gering empfundene Attraktivität des Berufs zurückzuführen.
Viele Delegationen betonten, die Aussprache komme angesichts der Relevanz des Themas für alle Mitgliedstaaten zum richtigen Zeitpunkt. Qualifizierte und gut ausgebildete Lehrkräfte stehen im Kern eines gut funktionierenden Bildungssystems und sind für die Verwirklichung des europäischen Bildungsraums von entscheidender Bedeutung. Auf seiner Tagung im Mai wird sich der Rat im Rahmen seiner geplanten Schlussfolgerungen zum europäischen Bildungsraum erneut mit dem Thema befassen.
Unter „Sonstiges“ informierte die Europäische Kommission über ihre Initiative zum Tag der europäischen Autoren. Der Tag der europäischen Autoren wird erstmals am 27. März 2023 begangen.
Als Punkte ohne Aussprache wurden mehrere weitere Rechtsakte angenommen.
Der Rat nahm eine Verordnung zur Verlängerung der Frist für die Zertifizierung von Medizinprodukten an. Damit wird gewährleistet, dass Medizinprodukte, die nicht bis zum ursprünglichen Stichtag zertifiziert werden können, europäischen Patientinnen und Patienten weiter zur Verfügung stehen.
Der Rat nahm ferner ein freiwilliges Partnerschaftsabkommen zwischen der EU und Guyana an, mit dem die Politikgestaltung im Forstsektor verbessert und sichergestellt werden soll, dass in die EU ausgeführte Holzprodukte legal erzeugt wurden. Das Abkommen ist Teil des Aktionsplans der EU für Rechtsdurchsetzung, Politikgestaltung und Handel im Forstsektor (FLEGT). Der Plan wurde 2003 angenommen, um die Entwaldung und den Handel mit illegal geschlagenem Holz zu bekämpfen.
Die Medienakkreditierung für internationale Gipfeltreffen, die außerhalb der Europäischen Union stattfinden, wird von den Regierungsbehörden des Gastgeberlandes gehandhabt.