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  • Rat (Bildung, Jugend, Kultur und Sport)

Informelle Videokonferenz auf Ministerebene „Bildung“, 16. März 2022

Wichtigste Ergebnisse

Die europäischen Bildungsministerinnen und -minister führten am Mittwoch, den 16. März, im Rahmen einer Videokonferenz unter dem Vorsitz des französischen Ministers für Bildung, Jugend und Sport, Jean-Michel Blanquer, an der auch Mariya Gabriel, EU-Kommissarin für Innovation, Forschung, Kultur, Bildung und Jugend teilnahm, einen Gedankenaustausch zu der Frage, wie die Europäische Union für ukrainische Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte sowie alle im Bildungsbereich Tätigen konkrete Unterstützung bieten kann.

Seit dem 24. Februar haben mehr als drei Millionen Ukrainerinnen und Ukrainer die Ukraine verlassen; die Hälfte davon sind Kinder. Angesichts des Flüchtlingszustroms wird eine koordinierte Reaktion der Bildungsministerinnen und -minister eingeleitet.

Auf Einladung des Vorsitzes eröffnete der ukrainische Minister für Bildung und Wissenschaft, Serhiy Shkarlet, die Sitzung.

Die europäischen Bildungsministerinnen und -minister bekundeten ihre Solidarität mit der Bevölkerung der Ukraine und ganz besonders mit den Kindern und allen, die im Bildungsbereich tätig sind.

Während wir im Begriff sind, den europäischen Bildungsraum zu stärken, bedarf es auch einer echten Koordinierung auf europäischer Ebene, um den Austausch bewährter Verfahren zu fördern und dadurch eine gemeinsame Antwort auf die Frage der schulischen Betreuung und Bildung für ukrainische Kinder in der EU zu geben.

In dem Bestreben, die Verbundenheit dieser Kinder mit ihrem Land zu fördern, möchten die 27 Mitgliedstaaten in Zusammenarbeit mit der Europäischen Kommission und dem ukrainischen Bildungsministerium maßgeschneiderte Lösungen vorschlagen.

Die Mitgliedstaaten und die Kommission sprachen über eine engere Zusammenarbeit zwischen den nationalen Behörden für eine bessere Koordinierung von Initiativen, mit denen alle Ministerien in der Union schnellstmöglich miteinander vernetzt werden sollen.

  • Erster Arbeitsschwerpunkt: Gemeinsame Nutzung und Bündelung digitaler Bildungsinhalte, um Bildungskontinuität in der Ukraine und innerhalb der Europäischen Union zu erleichtern.

  • Zweiter Arbeitsschwerpunkt: Um das Wohlergehen der Schülerinnen und Schüler in der Schule zu gewährleisten und Lehrende dabei zu unterstützen, Verantwortung für die Kinder und Jugendlichen in einer Krisensituation zu übernehmen, haben die Länder ferner vereinbart, dass es gemeinsame Vorkehrungen für die Aufnahme ukrainischer Schülerinnen und Schüler geben muss. Unter diesen Punkt fallen auch bewährte Verfahren im Bereich der Bildung, mit denen die Situation in der Ukraine im Unterricht behandelt werden kann.

  • Dritter Arbeitsschwerpunkt: Die Mitgliedstaaten werden bestehende Plattformen so gut wie möglich einsetzen können, indem sie die während der Gesundheitskrise gewonnenen Erfahrungen hinsichtlich des Fernlernens und des Fernunterrichts anwenden.

Auch das eTwinning-Programm wird zur Unterstützung von Lehrkräften zum Einsatz kommen.

Die Ministerinnen und Minister werden am 5. April in Luxemburg zum Rat der Bildungsminister zusammenkommen, um darüber zu beraten, wie sie die Ukraine weiterhin gemeinsam unterstützen können.

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