Skip to content

Elektronischer Handel in der EU

Online-Einkäufe sind überall in der EU zu einem Teil des täglichen Lebens geworden. Ziel der Verordnung über digitale Dienste ist es, den elektronischen Handel zu stärken und den Verbraucherschutz zu verbessern.

Zahlen und Fakten

Der elektronische Handel – der Kauf von Waren oder Dienstleistungen über das Internet – ist fester Bestandteil der Kaufgewohnheiten der Verbraucher in der EU.

2024 kauften 77 % der Internetnutzer im Alter von 16 bis 74 Jahren Waren oder Dienstleistungen online. Zwischen 2010 und 2024 stieg der Anteil der Online-Käufer von 57 % auf 77 % – ein Anstieg um 20 Prozentpunkte.

Die 25- bis 44-Jährigen sind die größten Online-Käufer

2024 haben vor allem Erwachsene jüngeren und mittleren Alters in der EU online eingekauft. Mit 89 % bildeten Internetnutzer zwischen 25 bis 34 Jahren die größte Gruppe, dicht gefolgt von den 35- bis 44-Jährigen mit 86 %.

Prozentsatz der Internetnutzer, die 2024 online eingekauft haben, nach Altersgruppen

Textfassung

Prozentsatz der Internetnutzer, die im Jahr 2024 online eingekauft haben, nach Altersgruppen:

  • 16- bis 24-Jährige 83 %
  • 25- bis 34-Jährige 89 %
  • 35- bis 44-Jährige 86 %
  • 45- bis 54-Jährige 78 %
  • 55- bis 64-Jährige 67 %
  • 65- bis 74-Jährige 53 %

Je gebildeter, desto eher wird online eingekauft

Im Jahr 2024 kauften 89 % der Menschen mit hohem Bildungsniveau online ein, gegenüber 58 % der Menschen mit wenig oder gar keiner formalen Bildung.

Online-Einkäufe nach Bildungsniveau im Jahr 2024

Textfassung
  • Keine oder geringe formale Bildung (Sekundarstufe I): 58 % der Internetnutzer kaufen online ein.
  • Mittlere formale Bildung (Sekundarstufe II oder postsekundare nicht-tertiäre Bildung): 76 % der Internetnutzer kaufen online ein.
  • Hohe formale Bildung (Hochschulbildung durch Universitäten, Hochschulen, technische Ausbildungseinrichtungen und Berufsschulen): 89 % der Internetnutzer kaufen online ein.

Kleidung, Schuhe und Zubehör werden am häufigsten online gekauft

Die Artikel, die 2024 am häufigsten online gekauft wurden, waren Kleidung, Schuhe und Zubehör, Kulturgüter, Beförderungsleistungen und Karten für Veranstaltungen.

Anteil der Menschen, die 2024 online eingekauft haben, nach Art der Ware oder Dienstleistung

Elektronischer Handel in den EU-Ländern

Die meisten Online-Käufe gibt es in Irland, den Niederlanden und Dänemark: Über 90 % der Internetnutzer in diesen Ländern kaufen Waren oder Dienstleistungen online. Am niedrigsten ist der Anteil in Ländern wie Bulgarien, Italien und Rumänien, wo weniger als 60 % der Internetnutzer online einkaufen.

Den größten Anstieg verzeichneten zwischen 2010 und 2024 Estland (56 Prozentpunkte), Litauen (+55 Prozentpunkte) und Ungarn (+51 Prozentpunkte).

Internetnutzer, die 2024 online eingekauft haben, im Vergleich zu 2010

Textfassung

Eine Grafik zeigt den prozentualen Anteil der Internetnutzer, die 2024 online eingekauft haben, im Vergleich zu 2010.

Im Jahr 2024 verzeichneten Irland (96 %), die Niederlande (94 %) und Dänemark (91 %) die meisten Online-Käufe; am niedrigsten waren die Werte in Bulgarien (57 %), Rumänien (60 %) und Italien (60 %).

Im Jahr 2010 verzeichneten Dänemark (76,1 %), die Niederlande (74 %) und Deutschland (72,7 %) die meisten Online-Käufe, Rumänien (9,1 %), Bulgarien (11 %) und Litauen (17,3 %) die wenigsten.

Änderungen für den elektronischen Handel durch die Verordnung über digitale Dienste

Ziel der Verordnung über digitale Dienste ist es, das Online-Umfeld für digitale Nutzer und Unternehmen sicherer, transparenter und wettbewerbsfähiger zu machen und die Grundrechte im digitalen Raum zu schützen.

Die Verordnung über digitale Dienste hat wichtige Änderungen für den elektronischen Handel mit sich gebracht:

mehr Transparenz

Verkäufer müssen nun klarere Informationen über Produkte und Dienstleistungen zur Verfügung stellen

höherer Verbraucherschutz

verbesserte Bestimmungen schützen Verbraucher vor schädlichen Inhalten und Betrug

strengere Werbevorschriften

mehr Transparenz und größere Kontrolle der Nutzer in Bezug auf gezielte Werbung

Rechenschaftspflicht der Plattformen

Marktplätze müssen rasch gegen illegale Produkte vorgehen

Siehe auch

Links im Bild ein modernes Bürohochhaus in einem Netz pinker Verbindungen, rechts mehrere Menschen, die stehen, gehen oder Fotos machen, in der Mitte ein blaues Haken-Symbol.
Gesetz über digitale Dienste

Gesetz über digitale Dienste

Ein Mann mit einem blauen Regenschirm und eine Frau mit einer blauen Regenjacke schützen sich vor einem Strichcode, der Regen darstellen soll.
Verbraucherschutz

Verbraucherschutz

Wie die EU schädliche Online-Inhalte bekämpft

Wie die EU schädliche Online-Inhalte bekämpft

Letzte Überprüfung: 9. Juli 2026