Seeverkehr
Erfahren Sie, was die EU unternimmt, um den Seeverkehr wettbewerbsfähiger, umweltfreundlicher und sicherer zu machen.
Nachhaltigerer Seeverkehr
Der Seeverkehr ist für rund 13 % der Treibhausgasemissionen aus dem Verkehrssektor verantwortlich. Die Europäische Union hat eine Reihe von Initiativen ergriffen, um die Emissionen des europäischen Seeverkehrssektors zu verringern und gleichzeitig seine Wettbewerbsfähigkeit zu wahren.
Initiative „FuelEU Maritime“: dekarbonisierte Kraftstoffe
Die Initiative „FuelEU Maritime“, die Teil des Pakets „Fit für 55“ ist, wird die Nutzung erneuerbarer und kohlenstoffarmer Kraftstoffe im Seeverkehr fördern.
Ziel ist es, die Treibhausgasemissionsintensität der an Bord von Schiffen verbrauchten Energie bis 2050 um bis zu 80 % zu senken, indem die Nutzung nachhaltigerer Kraftstoffe auf Schiffen, die EU-Häfen anlaufen, gefördert wird, und gleichzeitig den reibungslosen Ablauf des Seeverkehrs zu gewährleisten und Verzerrungen im Binnenmarkt zu vermeiden.
Im Juli 2023 wurden die neuen Vorschriften vom Rat angenommen.
„Fit für 55“: für mehr umweltfreundliche Kraftstoffe im Flug- und Seeverkehr (Infografik)
Globaler Ansatz für Emissionen aus dem Seeverkehr
Die EU arbeitet auch im Rahmen der Internationalen Seeschifffahrtsorganisation (IMO) an der Verringerung der Treibhausgasemissionen von Schiffen. Im Juli 2023 wurde eine überarbeitete IMO-Strategie zur Verringerung der Treibhausgasemissionen mit dem Ziel angenommen, bis 2050 klimaneutral zu werden. Maßnahmen zur Umsetzung der überarbeiteten IMO-Strategie werden derzeit erörtert.
Der Ratsvorsitz und die EU-Mitgliedstaaten nehmen an den Tagungen der IMO teil und tragen aktiv zur Entwicklung von Umweltschutzmaßnahmen und anderen Maßnahmen bei. Alle EU-Mitgliedstaaten sind Mitglieder der Organisation.
Sicherheit im Seeverkehr
Um eine saubere, sicherere und moderne Schifffahrt in der EU zu unterstützen, hat die EU fünf Rechtsvorschriften vorgeschlagen, die gemeinsam als Paket zur Seeverkehrssicherheit bezeichnet werden. Dieses Paket umfasst Maßnahmen in folgenden Bereichen:
- Hafenstaatkontrolle
- Meeresverschmutzung durch Schiffe
- Erfüllung der Flaggenstaatpflichten
- Untersuchung von Unfällen
- Überarbeitung des Mandats der Europäischen Agentur für die Sicherheit des Seeverkehrs (EMSA)
Ziel ist es, die EU-Vorschriften über die Sicherheit im Seeverkehr zu modernisieren und die Wasserverschmutzung durch Schiffe zu verringern und gleichzeitig die Wettbewerbsfähigkeit des europäischen Seeverkehrssektors zu wahren.
Im November 2024 wurden vier Teile des Pakets vom Rat angenommen.
Im Mai 2025 haben der Rat und das Parlament eine vorläufige politische Einigung über den fünften Teil des Rechtsakts mit Schwerpunkt auf der EMSA erzielt.
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Letzte Überprüfung: 9. April 2026