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Umweltfreundlicherer Verkehr

Um das Ziel der Klimaneutralität bis 2050 zu erreichen, muss der Verkehrssektor nachhaltiger werden. Die Europäische Union bemüht sich daher um eine nachhaltigere Mobilität und gleichzeitig verlässliche Konnektivität.

Warum der Verkehr für das Erreichen der Klimaziele so wichtig ist

Mit dem Europäischen Klimagesetz haben die EU-Länder sich verpflichtet, die EU bis 2050 klimaneutral zu machen. Um dieses Ziel zu erreichen, muss die EU ihre Treibhausgasemissionen bis 2030 im Vergleich zu 1990 um mindestens 55 % senken. Auch danach sollen die Emission bis 2050 schrittweise weiter sinken.

Dazu ist u. a. eine umfassende Umgestaltung des Verkehrssektors erforderlich, die mit einer Verringerung der Treibhausgasemissionen bis 2050 um 90 % gegenüber dem Stand von 1990 einhergehen muss.

Ein Viertel aller Treibhausgasemissionen der EU entsteht im Verkehrssektor

Eine Grafik zeigt den jeweiligen Anteil an den Emission: Straßenverkehr 71 %, Luftverkehr 14,4 %, Schiffsverkehr 13,5 %, Schienenverkehr 0,5 %, andere 0,5 %.
Quelle: Europäische Umweltagentur

Im Verkehrssektor sind die Emissionssenkungen langsamer vorangegangen als in anderen Wirtschaftszweigen. Während sie in anderen Sektoren erheblich zurückgegangen sind, sind die verkehrsbedingten Emissionen in den letzten Jahren sogar noch gestiegen. Entscheidend ist daher, dafür zu sorgen, dass der Personen- und Güterverkehr in der EU effizienter und unabhängiger von fossilen Brennstoffen wird.

Wie versucht die EU, verkehrsbedingte Emissionen zu senken?

Paket „Fit für 55“

Das Paket „Fit für 55“ besteht aus mehr als einem Dutzend Gesetzgebungsvorschlägen mit dem Ziel, die Treibhausgasemissionen bis 2030 um mindestens 55 % im Vergleich zu 1990 zu senken. So werden die EU-Rechtsvorschriften mit den Klimazielen in Einklang gebracht, während sauberere Technologien, Energieeffizienz und nachhaltiger Verkehr gefördert werden.

Das Paket umfasst Aktualisierungen und neue Vorschriften in verschiedenen Bereichen wie Energie, Industrie, Gebäude und Mobilität. Die Vorschläge reichen von Reformen der CO2-Bepreisung bis hin zu Zielen für erneuerbare Energien. Mehrere Vorschläge haben unmittelbare Auswirkungen auf den Verkehr, z. B.:

  • Überarbeitungen des Emissionshandelssystems (EHS) der EU
  • die Einführung eines neuen EHS für den Straßenverkehr und für Gebäude
  • neue CO2-Emissionsnormen für Pkw und leichte Nutzfahrzeuge (spätestens 2035 sollen alle Neufahrzeuge emissionsfrei sein)
  • die Förderung alternativer Kraftstoffe und Infrastruktur

Die Vorschläge wurden im Laufe der Jahre 2023 und 2024 vom Rat angenommen.

Ökologisierung des Güterverkehrs

Die Ökologisierung des Güterverkehrs ist ein weiterer wichtiger Schritt zur Senkung der Emissionen, denn der Güterverkehr macht mehr als 30 % der verkehrsbedingten CO2-Emissionen aus, und das Volumen wird vermutlich noch steigen. Im Juli 2023 hat die Europäische Kommission ein Paket vorgestellt, mit dem der Güterverkehr effizienter und nachhaltiger werden soll und umweltfreundlichere Optionen wie Schienen und Binnenwasserwege gefördert werden sollen.

Im Dezember 2023 legte der Rat seinen Standpunkt zu einem Teil des Pakets fest, nämlich einer neuen Verordnung mit dem Ziel, das Berechnen und Teilen der Treibhausgasemissionen von Verkehrsdiensten zu verbessern. Damit soll Kundinnen und Kunden erleichtert werden, umweltfreundlichere Entscheidungen zu treffen.

Im Juni 2024 einigte sich der Rat auf seinen Standpunkt zu einem anderen Teil des Pakets: einer Verordnung, mit der die Nutzung der Eisenbahninfrastruktur EU-weit verbessert werden soll. Ziel ist es, die Effizienz durch eine bessere Planung, Koordinierung und grenzüberschreitende Verwaltung der Schienenkapazität zu steigern. Dies dürfte eine wichtige Rolle bei der Verlagerung des Güterverkehrs auf die Schiene spielen.

Im November 2025 erzielten der Rat und das Parlament eine vorläufige Einigung über die Festlegung einer einheitlichen Methode zur Berechnung der Daten zu Treibhausgasemissionen im Personen- und Güterverkehr, mit der eine bessere Vergleichbarkeit dieser Emissionen sichergestellt werden soll.

Eine Grafik zeigt Windräder, einen Wasserstofftank, Schiffe mit Flüssiggascontainern und eine Zapfsäule.

Verkehrspolitik nach Verkehrsträgern

Erfahren Sie mehr darüber, was die EU in Bezug auf den Luft-, Schienen-, Straßen- und Seeverkehr unternimmt.

Letzte Überprüfung: 5. November 2025