G20-Gipfel: Führungsspitzen verständigen sich auf multilaterale Zusammenarbeit bei der Bekämpfung von COVID-19
Auf einem von Saudi-Arabien ausgerichteten virtuellen Gipfeltreffen beraten die Führungsspitzen der G20 darüber, wie die anhaltende COVID-19-Pandemie gemeinsam bekämpft, die Entwicklung und der Einsatz eines Impfstoffs finanziert und die Bürgerinnen und Bürger sowie die Unternehmen, die bei der Bewältigung der Folgen der Pandemie mit Schwierigkeiten konfrontiert sind, weiterhin unterstützt werden können.
Charles Michel, Präsident des Europäischen Rates, und Ursula von der Leyen, Präsidentin der Europäischen Kommission, vertreten die EU auf dem Gipfel. Sie rufen die G20 dazu auf, bis Ende 2020 einen Betrag von 4,5 Mrd. USD bereitzustellen, der für die groß angelegte Beschaffung und Lieferung von Instrumenten für die Bekämpfung von COVID-19 dringend notwendig ist. Präsident Michel schlägt auch eine Initiative vor, mit der eine bessere globale Reaktion auf künftige Pandemien sichergestellt werden soll.
Ein internationaler Vertrag für den Pandemiefall könnte uns dabei helfen, schneller und koordinierter auf Pandemien zu reagieren. Dieser Vertrag sollte mit allen Organisationen und Einrichtungen der Vereinten Nationen verhandelt werden, insbesondere mit der WHO. Die WHO muss auch weiterhin den Grundpfeiler der weltweiten Koordinierung zur Bewältigung von Gesundheitskrisen bilden.
Charles Michel, Präsident des Europäischen Rates
Um Länder in besonders fragiler Lage bei ihrer Bekämpfung von COVID-19 zu unterstützen, sagen die Führungsspitzen der G20 zu, anspruchsberechtigten Ländern im Rahmen der Initiative der G20 zur Aussetzung des Schuldendienstes zu ermöglichen, Zahlungen zur Tilgung öffentlicher bilateraler Schulden bis Juni 2021 auszusetzen. Sie billigen ferner den „Gemeinsamen Rahmen für die Schuldenregelung über die Initiative zur Aussetzung des Schuldendienstes hinaus“, der auch vom Pariser Club unterstützt wird.